Fragen und Antworten zur SLK-Medizinstrategie 2030

Stand 27.07.2026

Bedeutet der Beschluss für die Patienten eine Änderung in den nächsten Monaten?

Nein. Patientinnen und Patienten werden weiterhin wie gewohnt versorgt. Termine finden wie geplant statt.

Wann wird es eine endgültige Entscheidung geben, wohin welche Fachabteilung verlagert/verschoben wird?

Mit dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats Heilbronn und des Kreistags des Landkreises Heilbronn vom 27. Juli 2026 wurde die strategische Ausrichtung der SLK-Kliniken festgelegt. Damit besteht Klarheit über die grundsätzliche Weiterentwicklung der Standorte und eine wichtige Grundlage für die weitere Planung.

Im nächsten Schritt wird im Auftrag der Gesellschafter (Stadt und Landkreis Heilbronn) die Verortung des Lungenzentrums weiter geprüft. Dabei wird bewertet, ob die Fachbereiche – wie bislang vorgesehen – auf zwei Standorte verteilt werden oder ob eine gemeinsame Verortung an einem Standort die langfristig bessere Lösung darstellt.

Da diese Fachbereiche eng mit weiteren medizinischen Leistungen verknüpft sind und beide Standorte Gesundbrunnen und Plattenwald auch künftig über ein leistungsfähiges und zukunftsfähiges medizinisches Angebot verfügen sollen, können sich – abhängig vom Ergebnis dieser Prüfung – auch Auswirkungen auf die Zuordnung weiterer Fachbereiche ergeben.

Eine abschließende Entscheidung zur Verortung der Fachabteilungen des Lungenzentrums kann deshalb derzeit noch nicht getroffen werden. Ziel bleibt eine medizinisch, organisatorisch und wirtschaftlich tragfähige Struktur für den gesamten SLK-Verbund.

Diesbezüglich soll eine Entscheidung bis Herbst 2026 getroffen werden.

Wie sieht der weitere Prozess genau aus?

Im nächsten Schritt wird im Auftrag der Eigentümer (Stadt und Landkreis Heilbronn) die Verortung der Fachbereiche des Lungenzentrums betrachtet werden. Dabei wird bewertet, ob die Fachbereiche – wie bislang vorgesehen – auf zwei Standorte verteilt werden oder ob eine gemeinsame Verortung an einem Standort die langfristig bessere Lösung darstellt.

Da diese Fachbereiche eng mit weiteren medizinischen Leistungen verknüpft sind und beide Standorte Gesundbrunnen und Plattenwald auch künftig über ein leistungsfähiges und zukunftsfähiges medizinisches Angebot verfügen sollen, können sich – abhängig vom Ergebnis dieser Prüfung – auch Auswirkungen auf die Zuordnung weiterer Fachbereiche ergeben.

Ziel bleibt eine medizinisch, organisatorisch und wirtschaftlich tragfähige Struktur für den gesamten SLK-Verbund.

Wie lange wird es nun dauern, bis Verlagerungen stattfinden?

Jetzt unmittelbar erfolgen noch keine Verlagerungen. Mit dem Beginn von Veränderungen, wie z. B. Umzüge, ist nach aktuellem Stand frühestens im Laufe des Jahres 2028 zu rechnen. Ziel ist es weiterhin, dass bis 2030 alle Fachbereiche an den zukünftigen Standorten integriert und der Strategieprozess abgeschlossen ist.

Nach der Prüfung der künftigen Verortung des Lungenzentrums wird die Umsetzung sorgfältig geplant und schrittweise erfolgen.

Bedeutet der Prüfauftrag, dass der Standort Löwenstein erhalten bleibt?

Nein. Der Grundsatzbeschluss bestätigt die Entscheidung, die medizinischen Leistungen des Standorts Löwenstein grundsätzlich an die anderen Standorte des SLK-Verbundes zu verlagern. Der Prüfauftrag bezieht sich auf die konkrete Verortung der Fachbereiche des Lungenzentrums nicht auf die grundsätzliche strategische Entscheidung.

Bedeutet der Beschluss für die Beschäftigten eine Änderung in den nächsten Monaten?

Nein. Kurzfristig ergeben sich für die Mitarbeitenden keine Veränderungen im Arbeitsalltag. Patientinnen und Patienten werden weiterhin wie gewohnt versorgt. Sobald konkrete Auswirkungen für einzelne Bereiche entstehen, werden die betroffenen Mitarbeitenden frühzeitig informiert.

Stand 17.07.2026

Warum soll die künftige Verortung des Lungenzentrums weiter geprüft werden?

Die bisherige Empfehlung basiert auf einem umfangreichen Prüfprozess, der seit Anfang 2024 unter Einbeziehung externer Expertise durchgeführt wurde. Dabei wurden verschiedene Szenarien anhand medizinischer, struktureller, wirtschaftlicher und personeller Kriterien bewertet. Der weitere Prüfauftrag stellt diese Arbeit nicht infrage, sondern ist eine Entscheidung der Gesellschafter (Stadt Heilbronn und Landkreis Heilbronn) den Sachverhalt des Lungenzentrums weiter zu betrachten. Die Gesellschafter nehmen die intensive öffentliche Diskussion und ihre Verantwortung für die Gesundheitsversorgung in der Region ernst. Deshalb soll ein besonders komplexer und viel diskutierter Teil des Konzepts weiter betrachtet werden.

Was genau soll weiter geprüft werden?

Die Gesellschafter (Stadt und Landkreis Heilbronn) schlagen Kreistag und Gemeinderat vor, die SLK-Geschäftsführung zu beauftragen, die Verortung der Fachabteilungen des Lungenzentrums im Rahmen der Umsetzungsplanung weiter zu prüfen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Fachbereiche – wie bislang vorgesehen – auf zwei Standorte verteilt werden oder ob eine gemeinsame Verortung an einem Standort die langfristig bessere Lösung ist.

Würden bei einer erneuten Prüfung die Belange der Stadt Löwenstein berücksichtigt werden?

Die Entscheidung zur SLK-Medizinstrategie 2030 behält die langfristige medizinische Versorgung des gesamten Stadt- und Landkreises sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Blick. Diese Gesamtverantwortung für die stationäre Gesundheitsversorgung bleibt Maßstab der Prüfung.

Wann wird über die nächsten Schritte informiert?

Es wird regelmäßig über den Stand des Prozesses informiert. Sobald wichtige Entscheidungen getroffen wurden, werden diese zeitnah kommuniziert.

Stand 05.05.2026

Welches Ziel verfolgt die SLK-Medizinstrategie 2030 der SLK‑Kliniken?

Die SLK-Medizinstrategie 2030 verfolgt das Ziel, die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei eine hohe medizinische Qualität, verlässliche Versorgungsstrukturen und die Fähigkeit des Klinikverbundes, auch unter sich verändernden gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen dauerhaft handlungsfähig zu bleiben. Durch eine vorausschauende Weiterentwicklung der Strukturen soll sichergestellt werden, dass der gesamte SLK‑Verbund seine Aufgaben auch in Zukunft verantwortungsvoll wahrnehmen kann.

Wieso ist gerade jetzt eine Entscheidung über die zukünftige Ausrichtung des Klinikverbundes notwendig?

Durch die Krankenhausreform entsteht Handlungs- und Anpassungsdruck für die Krankenhäuser. So können zum Beispiel gerade spezialisierte Leistungen so vollumfänglich wie bisher nur dann angeboten werden, wenn wir weiter Schwerpunkte setzen und Leistungen konzentrieren. Ein Blick in die Krankenhauslandschaft im nahen geographischen Umfeld zeigt, dass dort hoher Sanierungsdruck herrscht oder Standorte mitsamt ihren Leistungen komplett geschlossen werden müssen. Die SLK-Kliniken möchten nicht erst reagieren, wenn wir uns in einer kritischen Situation befinden, sondern vorausschauend mit der herausfordernden Situation umgehen, um den Verlust von Fachbereichen und die Schließung von Abteilungen zu vermeiden.

Hat der aktuell laufende Strategieprozess Einfluss auf die Patientenversorgung?

Nein. Die SLK-Medizinstrategie 2030 hat auf die aktuelle Versorgung unserer Patienten an allen unseren Standorten, inklusive am Standort Löwenstein, keinen Einfluss. Auch in der Fachklinik Löwenstein finden alle Termine wie geplant statt.

Ist es richtig, dass die Fachklinik Löwenstein geschlossen werden soll?

Eine finale Beschlussfassung durch die entscheidenden Gesellschafter-Gremien erfolgt voraussichtlich Ende Juli dieses Jahres. Es gibt also derzeit keine Entscheidung.

Der SLK-Verbund hat sich in den vergangenen Jahren sowohl infrastrukturell als auch organisatorisch in vielen Bereichen neu aufgestellt. Auf dieser Basis ist der Ausblick in die Zukunft optimistisch. Auch vor dem Hintergrund, eines der Ziele der Krankenhausreform, die Qualität von Behandlungen aufgrund einer Bündelung medizinischer Kompetenzen in großen Zentren zu steigern, gut abdecken zu können. Dennoch geht es auch für den SLK-Verbund darum, sich so weitsichtig wie möglich auf sich verändernde Rahmenbedingungen einzustellen.

Diese sind neben der politisch gewünschten Fokussierung von medizinischen Leistungen zur Qualitätssteigerung der Versorgung (vgl. Krankenhausreform) auch die Veränderung der gesundheitsstrukturellen Rahmenbedingungen (z.B. Ambulantisierung).

Außerdem gehören zu diesen sich verändernden Rahmenbedingungen für den SLK-Verbund neben dem demographischen Wandel die zunehmende Herausforderung der Mitarbeiterbindung und -gewinnung sowie der steigende wirtschaftliche Druck auf den Klinikverbund und nicht zuletzt der hohe Investitionsbedarf am Standort Löwenstein.

In Bezug auf Löwenstein haben die Prüfungen gezeigt, dass die Integration des Standorts in die bestehenden Strukturen am Plattenwald und am Gesundbrunnen im Vergleich die tragfähigsten Rahmenbedingungen für den SLK-Verbund bietet. Es ermöglicht eine stärkere Bündelung medizinischer Leistungen, eine konsequente Zusammenführung bisher paralleler Strukturen sowie eine effizientere Nutzung der Ressourcen. Darüber hinaus verbessert dieses Zukunftsszenario die Voraussetzungen, um die Anforderungen an Notfallversorgung und zur Qualitätssicherung dauerhaft zu erfüllen. Hierdurch soll eine positive langfristige Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung für die Menschen in der Region Heilbronn sichergestellt werden.

In der öffentlichen Berichterstattung wird sowohl von Schließung als auch von Verlagerung von Löwenstein berichtet, um was geht es konkret?

In der SLK-Medizinstrategie 2030geht es um die Weiterentwicklung der medizinischen Ausrichtung für den gesamten SLK-Verbund. Das von der Geschäftsführung und vom Aufsichtsrat empfohlene Szenario sieht vor, die medizinischen Leistungen, welche bislang am Standort Löwenstein erbracht wurden, an die Standorte Gesundbrunnen und Plattenwald zu verlagern. Es werden alle Leistungsbereiche auch in Zukunft erbracht, nur an einem anderen Standort. Es werden keine Abteilungen geschlossen oder Leistungsbereiche gekürzt.

Sind Kündigungen oder Stellenabbau Teil der SLK-Medizinstrategie 2030?

Nein. Mit der Fortschreibung der SLK-Medizinstrategie 2030  sind keine Entscheidungen über Arbeitsplätze verbunden. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern. Dafür werden qualifizierte Mitarbeitende benötigt. Jedem Mitarbeitenden wird, sofern er im Rahmen einer Umsetzung der SLK-Medizinstrategie 2030 seinen Standort wechseln müsste, weiterhin ein Arbeitsplatz bei den SLK-Kliniken angeboten. In der SLK-Medizinstrategie 2030  geht es um die Weiterentwicklung der medizinischen Ausrichtung – nicht um personalbezogene Einzelmaßnahmen.

Müssen Patienten mit Beeinträchtigungen in der Versorgung rechnen? Wird diese eingeschränkt?

Das Gegenteil ist der Fall: Aufgrund sich verändernden politischen Rahmenbedingungen (Krankenhausreform) dürfen viele Leistungen zukünftig nur nach Erfüllung bestimmter Qualitätskriterien wie z.B. Qualifikation des Personals und Geräteausstattung angeboten werden. Im Status quo der Leistungen dürften im SLK-Verbund gegebenenfalls nicht mehr alle Leistungsbereiche an den jeweiligen Standorten erbracht werden. Durch die Fortschreibung der Medizinstrategie soll nicht nur der Status quo aufrechterhalten werden, sondern eine Erweiterung des Leistungsangebots zielgerichtet verfolgt werden. Alle Leistungen, die derzeit im SLK-Verbund angeboten werden, sollen auch weiterhin angeboten werden – lediglich an anderen Standorten. Das bedeutet: Unabhängig davon, ob Gemeinderat und Kreistag einen Beschluss zur vollständigen Integration des Standortes Löwenstein an die Standorte Heilbronn und Bad Friedrichshall fassen – das Versorgungsangebot des SLK-Verbundes wird nicht eingeschränkt.