

Was das Kuscheltier wohl verschluckt hat? Die Radiologie des Klinikums am Plattenwald war am vergangenen Samstag Teilnehmer des Aktionstages „Türen auf mit der Maus“.
Bildnachweis: SLK-Kliniken Heilbronn GmbH.
Die Radiologie des Klinikums am Plattenwald war am vergangenen Samstag, 3. Oktober, lokaler Teilnehmer des Aktionstages „Türen auf mit der Maus“. Über 35 begeisterte „Radiologie-Detektive“ versuchten sich mit Feuereifer daran, das Unsichtbare sichtbar zu machen – und hatten Erfolg.
Wie sieht es im Bauch eines Kuscheltieres aus? Warum benötigen Radiologen eine „Ritterrüstung“ und wie funktioniert diese „Donut-Maschine“ nochmal? Dinge, die für Erwachsene ganz selbstverständlich sind, wirken auf Kinder oft wie Magie – erst recht, wenn Unsichtbares doch sichtbar wird. Beim Aktionstag, „Türen auf mit der Maus“, an der die Radiologie „am Plattenwald“ in Bad Friedrichshall teilnahm, wurde viel gelacht, ausdauernd experimentiert und vor allem oft gestaunt. Auf spielerische Art und Weise erforschten die kleinen „Radiologie-Detektive“ im Alter zwischen acht und zwölf Jahren die Welt der Radiologie und lösten nach und nach neun Fragen rund um die spannende Welt der Bildgebung.
Dr. Verginia Tanzeglocke, leitende Abteilungsärztin der Radiologie im Klinikum am Plattenwald und ihr nahezu gesamtes Team hatten den Aktionstag gemeinsam vorbereitet und gestaltet. Dabei entstand ein abwechslungsreiches Programm, das den Kindern einen Einblick in die Arbeit der Radiologie ermöglichte. „Es hat sehr viel Freude gemacht, die lebenslustigen und wissbegierigen Kinder zu beobachten“, sagt Funktionsoberärztin Wenxin Zhang, die die Mitmach-Stationen koordinierte. Neben dem ganzen Spaß steckte aber auch ein klein wenig Ernst hinter der Aktion. Wenxin Zhang: „Durch solche Aktionen bauen wir Ängste bei den Kindern und auch ihren Eltern ab. Das hilft ungemein, wenn tatsächlich mal eine Untersuchung oder ein Aufenthalt im Krankenhaus anstehen sollte.“ Bereits im vergangenen Jahr hatte die Abteilung einen internen Kindertag für die Kinder ihrer Mitarbeitenden organisiert.
Legosteine im Bauch und fliegende Geldmünzen
Nach einer kurzweiligen Führung durch die Radiologie hieß es für die Kids: loslegen. An den Mitmach-Stationen wurden die „Geheimnisse“ der Radiologie aufgedeckt. Dabei stellte sich beispielsweise die Frage, wie man herausfinden kann, wo sich der Legostein befindet, den der Teddybär verschluckt hat. Noch spannender wurde es, als sich die Kinder beim Ultraschall untersuchen ließen und ihre eigenen Organe in Echtzeit auf dem Bildschirm entdeckten. Ein weiteres Highlight war die „Donut-Maschine“, die natürlich nur ihrem Aussehen nach an das süße Gebäck erinnert. Gemeinhin bekannt als CT, ist dieses Röntgengerät ein unersetzlicher Helfer im Krankenhausalltag. Die Kinder versuchten sich daran, einen „Patienten“ aus verschiedenen Obststücken zu basteln, durften ihn selbständig ins CT fahren und staunten nicht schlecht, wie unterschiedlich die Früchte auf den Bildern aussahen. Während das CT mit Strahlen arbeitet, nutzt das MRT hingegen starke Magnetfelder. Wie stark diese sind, spürten die Kinder als Geldmünzen, die vom Magneten angezogen wurden, plötzlich durch die Luft flogen. Wie es funktioniert, Kontrastmittel zu spritzen, um Blutgefäße sichtbar zu machen, durften die Kinder an Obststücken ausprobieren. Und wie es sich für Radiologen anfühlt, während eines Eingriffes, bei dem Röntgenstrahlen eingesetzt werden, eine Schutzschürze zu tragen, konnten sie mit Kinderschürzen aus Blei am eigenen Körper erfahren.
Da jede Station nur dann erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wenn die dazu passende Frage beantwortet und damit ein Buchstabe für das Lösungswort entschlüsselt war, spornte die kleinen Detektive an und führte am Ende zum verdienten Lohn einer „Detektiv-Urkunde“. Damit, der einen oder anderen kleinen Überraschung in der Hosentasche sowie einmaligen Erlebnisse und einer fröhlichen Fragerunde zum Abschluss verabschiedeten sich die Kinder nach einem kurzweiligen Vormittag ins restliche Wochenende – bei vielen sicher mit der nächste Folge der „Sendung mit der Maus“ auf dem Programm...
Über „Türen auf mit der Maus“
Die Maus verbindet! Der Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ findet jährlich immer am 3. Oktober statt und bietet Kindern, Familien und Maus-Fans exklusive Einblicke in die Arbeit von Unternehmen, Behörden, Vereinen, Institutionen und vielen mehr. In diesem Jahr machte sich die Maus-Redaktion auf die Suche nach "Kleinen Wundern". Was passt da besser, als die Radiologie – ein Ort, an dem Tag für Tag auf faszinierende Weise Dinge im Inneren des menschlichen Körpers sichtbar werden?!