Pflege & Stationen

Anästhesie

Das Team des Funktionsdienstes Anästhesie besteht aus über 30 Pflegekräften in Voll- und Teilzeit. Über 70% der Pflegekräfte sind im Besitz der Fachweiterbildung. In der Abteilung besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an der Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivpflege. Für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter und Fachweiterbildungsteilnehmer stehen mehrere speziell ausgebildete Praxisanleiter zur Verfügung.

Aufgabengebiete der Pflegekräfte im Funktionsdienst Anästhesie:

  • Vorbereitung, Versorgung, Betreuung und Assistenz bei allen gängigen Anästhesieverfahren (Allgemein- und Regionalanästhesie) während und nach eines Eingriffs oder diagnostischen Untersuchung
  • Bereitstellung aller benötigter Materialien und Geräte
  • Überwachung und Betreuung der Patienten in den Aufwachräumen
  • Postoperative Schmerztherapie für stationäre Patienten durch speziell ausgebildete Pflegekräfte (Pain Nurse)
  • Nachts, an Wochenenden und Feiertagen erfolgt die Patientenversorgung durch den Bereitschaftsdienst

Die Aufgabengebiete erstrecken sich über alle operativen und diagnostischen Fachabteilungen des Hauses. Alle Tätigkeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten des Zentrums für Anästhesie.

Operative Intensivstation (N5)

Die Operative Intensivstation (Station N5) betreut Notfälle und Patienten aus allen Gebieten der operativen Abteilungen, wie Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfall- und Neurochirurgie, Urologie, Gynäkologie, HNO- und Augenklinik. Jährlich werden mehr als 2000 Patienten behandelt. Es stehen 12 Intensivbetten, sowie 12 Betten als intermediate-care zur Verfügung.

Das Spektrum reicht von postoperativer Überwachung, bis zur Behandlung und Therapie von lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Sepsis oder Schock, Nierenversagen bis hin zu schweren Infektionen und Blutungen. Für die Behandlung stehen sämtliche moderne Methoden der Intensivmedizin zur Verfügung.

Die Operative Intensivstation wird unter Leitung von Prof. Dr. Weigt durch 3 Oberärzte, sowie weiteren Fach- und Assistenzärzten im 3-Schichtbetrieb betreut. Für die Einarbeitung der neuen ärztlichen Mitarbeiter wurde ein strukturiertes Einarbeitungskonzept etabliert.

Die pflegerische intensiv-medizinische Versorgung wird durch 70 Pflegekräfte, ein Großteil hiervon mit der Zusatzqualifikation „Fachkraft für Intensivpflege und Anästhesie“, sichergestellt. Auch hier legen wir großen Wert auf eine strukturelle Einarbeitung, die sich in der Regel über 4-6 Wochen erstreckt.

Durch die Abteilung für Physiotherapie werden täglich - auch an den Wochenenden und Feiertagen- die Patienten bereits von Beginn an betreut, neben der Frühmobilisation legen wir besonderen Wert auf professionelle Atemtherapie und Delirprophylaxe.

Die Operative Intensivstation ist stark interdisziplinär ausgerichtet, ein kollegiales Miteinander herrscht auch mit den anderen Fachabteilungen, deren Patienten sich auf unserer Station zur Behandlung und Therapie befinden. Durch tägliche, manchmal mehrmalige Visiten wird eine lückenlose fachärztliche Patientenbegleitung sichergestellt.

Unser Spektrum beinhaltet die üblichen intensivmedizinischen Therapieverfahren (invasive und nicht-invasive Beatmung, CVVHDF-Therapie, hämodynamisches Monitoring (PICCO),differenzierte Katecholamintherapie, differenziertes Weaning uvm.)

Durch die enge Kooperation mit der SLK-Klinik Löwenstein (Fachklinik für Lungenerkrankung) kann ein mehrstufiges Weaning-Konzept im Rahmen von prolongiertenBeatmungstherapien sichergestellt werden.

Eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Infektionsprävention und Klinikhygiene (INIP) gewährleistet eine differenzierte und effektive antiinfektive Therapie, die insbesondere im Rahmen schwerer Infektionserkrankungen (Sepsis) von essentieller Bedeutung ist.

Ein modernes Monitorsystem stellt die kontinuierliche Patientenüberwachung sicher. Ein Patienten-Daten-Management-System, die neueste Version ICCA von Philips, ermöglicht eine sichere und umfangreiche papierlose Dokumentation des Behandlungsverlaufs.

Auf die Umsetzung des festgelegten, voraus verfügten oder mutmaßlichen Patientenwillen wird aufunserer Intensivstation besonderer Wert gelegt, hierfür wurde ein wöchentliches Ethik-Standortgespräch fest etabliert, bei dem uns ein Moderator des Klinischen Ethikkomitees, der nicht in die Patientenbehandlung eingebunden ist, bei Fragen der Therapiesteuerung unterstützt.

Das Pflegepersonal führt für das gesamte Stationspflegepersonal der operativen Kliniken die Ausbildungen in kardiopulmonaler Reanimation durch und stellt ebenfalls das Notrufteam für alle operativen Abteilungen des Klinikums. Das Notrufteam wird nicht nur zu Reanimationen, sondern zu allen lebensbedrohlichen Situationen auf den operativen Stationen, Ambulanzen, bei Notfall-Sectiones und Publikumsbereichen alarmiert.

Feste Fortbildungsveranstaltungen - sowohl für das ärztliche als auch für das pflegerischen Personal- gewährleisten eine intensiv-medizinische und -pflegerische Versorgung auf dem aktuellen Stand der modernen Medizin und Pflege. Durch die gegebenen personellen und apparativen Strukturen kann somit eine intensiv-medizinische Versorgung auf hohem Qualitätsniveau sichergestellt werden.