

Am vergangenen Samstag haben sich die SLK-Kliniken an einer groß angelegten Katastrophenschutzübung des Landkreises aktiv beteiligt.
Bildnachweis: SLK-Kliniken Heilbronn GmbH.
Am vergangenen Samstag haben sich die SLK-Kliniken an einer groß angelegten Katastrophenschutzübung des Landkreises aktiv beteiligt.
Das simulierte Szenario hatte es in sich: Ein schwerer Verkehrsunfall im Schemelsbergtunnel bei Weinsberg. Beteiligt waren zwei PKW, ein LKW und ein vollbesetzter Schulbus, der im Tunnel eingeschlossen wurde, während ein Brand ausbrach. Ziel der Klinik am Gesundbrunnen war es, einerseits die internen Abläufe bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV) bei laufendem Normalbetrieb in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) zu üben sowie andererseits die bereits sehr gute Zusammenarbeit mit Rettungs- und Sanitätsdienst, Feuerwehr und Polizei weiter zu intensivieren.
Abstimmung entscheidend
Ab etwa 11 Uhr trafen die ersten „Verletzen“ – dargestellt von Mimen, unter denen sich auch zahlreiche Auszubildende der Klinik befanden, im Klinikum am Gesundbrunnen ein. Durch sehr überzeugende Darstellungen der verschiedenen Verletzungsszenarien war es möglich, die Übung sehr realitätsnah durchzuführen. In der ZNA wurden die „Unfallverletzten“ zunächst nach Schwere ihrer Verletzungen eingestuft und anschließend in die passenden Behandlungsbereiche gebracht. Insgesamt wurden rund 60 „Verletzte“ mit starken Rauchgasvergiftungen und erheblichen chirurgischen Verletzungen versorgt, darunter auch einige „Schwerstverletzte“ parallel in mehreren Schockräumen. Um die Situation möglichst wirklichkeitsnah darzustellen, wurden jeweils mehrere Patienten gleichzeitig vom Rettungsdienst an die Mannschaft der ZNA übergeben.
„Im Fall eines MANV ist eine gute Abstimmung das ‚A und O‘ zwischen allen Beteiligten“, erklärt Prof. Wolfgang Linhart, Ärztlicher Direktor des Klinikums am Gesundbrunnen und Teil der Krankenhauseinsatzleitung, die die Übung vor Ort begleitete. Und weiter: „Das tolle Zusammenspiel zwischen den Mitarbeitenden und die enorme Professionalität, mit der Hand in Hand gearbeitet wurde, war beeindruckend. Solche Übungen sind für uns schlichtweg unverzichtbar: Nur wenn wir das Extremszenario im Vorfeld realitätsnah erproben, können wir Abläufe blind verinnerlichen und im echten Notfall unter maximalem Druck die bestmögliche Patientensicherheit garantieren.“ Er hob in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich das große Engagement der SLK-Mitarbeitenden, die extra für die Übung in die Klinik gekommen waren hervor.
Versorgung sichergestellt
Im Anschluss wurde die erfolgreiche Übung, an der insgesamt rund 250 Übungsteilnehmende und etwa 70 Einsatzfahrzeugen beteiligt waren, ausgewertet und Rückmeldungen von Mitarbeitenden zur Optimierung des Krankenhausalarm- und Einsatzplans mitaufgenommen. Zudem ist eine ausführliche Besprechung mit dem Landratsamt Heilbronn geplant.
Die Regel- und Notfallversorgung war während der Übung durchgängig vollumfänglich sichergestellt.