17.06.2026

Medizinstrategie 2030: SLK-Kliniken ordnen gestrige Kundgebung ein

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Die Diskussion um die zukünftige Entwicklung des Standortes Löwenstein wird aktuell intensiv geführt. Vor dem Hintergrund der Kundgebung, die am gestrigen Dienstag in Löwenstein stattgefunden hat, ordnet der SLK-Verbund den aktuellen Stand zur Weiterentwicklung der SLK-Medizinstrategie 2030 ein.
Die öffentliche Debatte zeigt, dass die SLK-Medizinstrategie 2030 für viele Menschen in der Region von hoher Bedeutung ist. Auch wenn die Veränderungen, die im Raum stehen, die Versorgung für die Region weiterhin auf hohem Niveau sichern würden, wären sie für die Mitarbeitenden und die Stadt Löwenstein mit spürbaren Umstellungen verbunden. „Wir verstehen die Sorgen und die persönliche Betroffenheit unserer Mitarbeitenden. Für uns als SLK-Verbund ist aber klar: ein ‚weiter so‘ kann es nicht geben. Neue gesetzliche Vorgaben im Rahmen der bundesweiten Krankenhausplanung, steigende Anforderungen an Qualität und Spezialisierung sowie Fachkräftemangel und Kostenentwicklung verändern die Rahmenbedingungen spürbar. „Wir sind aber jederzeit gesprächsbereit und werben dafür, die Diskussion sachorientiert zu führen“, sagt SLK-Geschäftsführer Georg Schmidt.

Prüfung der zukünftigen Ausrichtung
Grundlage der aktuellen Überlegungen ist ein strukturierter Prüfprozess zur Fortschreibung der SLK-Medizinstrategie 2030. Seit Anfang 2024 wurden, auch mithilfe externer Unterstützung, verschiedene Szenarien für die zukünftige Ausrichtung des Klinikverbunds erarbeitet und anhand zentraler Kriterien bewertet. Für die weitere, auch mediale Einordnung, sind aus Sicht der SLK-Kliniken insbesondere folgende Punkte maßgeblich:

  • Verantwortung für die Versorgung: Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region langfristig verlässlich und qualitativ hochwertig sicherzustellen beziehungswiese zu verbessern. Das bedeutet beispielsweise konkret:
    • Klarere Aufgabenverteilung zwischen den Standorten und eine stärkere Bündelung einzelner Bereiche. An Krebs erkrankte Patienten profitieren beispielsweise davon, dass Onkologie, Chirurgie, Strahlentherapie, Radiologie und Nuklearmedizin im Klinikum am Gesundbrunnen eng vernetzt sind. Diagnostik, Behandlung und Nachsorge können dadurch vor Ort besser abgestimmt werden und möglichst aus einer Hand erfolgen.
    • Auch am Klinikum am Plattenwald werden Fachbereiche gezielt zusammengeführt. Die Lungenheilkunde arbeitet dort künftig noch enger mit Kardiologie, Geriatrie sowie Schmerz- und Schlafmedizin zusammen. Das verbessert die Versorgung von Menschen mit komplexen, chronischen oder altersbedingten Erkrankungen.
  • Arbeitsplätze: Die Arbeitsplätze gesichert. Allen Mitarbeitenden, die ihren Standort wechseln müssten, wird weiterhin ein Arbeitsplatz bei den SLK-Kliniken angeboten.
  • Notwendigkeit der Weiterentwicklung: Die bestehenden Strukturen müssen an veränderte politische Rahmenbedingungen (Stichwort: Krankenhausreform) angepasst werden, um dauerhaft tragfähig zu bleiben – medizinisch, krankenausplanerisch sowie wirtschaftlich.
  • Sorgfalt im Prozess: Die geprüften Szenarien sind Ergebnis eines mehrstufigen, fachlich fundierten Prüfprozesses.
  • Entscheidungsfindung: Alle Entscheidungsgrundlagen liegen den zuständigen Gremien vollständig vor und bilden die Basis für die anstehenden Beratungen und Entscheidungen im Kreistag des Landkreises Heilbronn und im Gemeinderat der Stadt Heilbronn am 27. Juli 2026.

Vor diesem Hintergrund sind die Überlegungen zur SLK-Medizinstrategie 2030 nicht kurzfristiger Natur, sondern unter Berücksichtigung des medizinischen Leistungsspektrums, der Infrastruktur,

der Fördermöglichkeiten, der personeller Anforderungen und der Wirtschaftlichkeit entstanden. Ein Verzicht auf notwendige Weiterentwicklungen würde die langfristige Stabilität des Klinikverbunds und damit auch die Versorgung der Bevölkerung und Beschäftigung von Mitarbeitenden gefährden. Der weitere Prozess wird im Dialog fortgeführt – die SLK-Kliniken stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung und beziehen konstruktive sowie fachlich fundierte Rückmeldungen, wo möglich, in die weitere Ausgestaltung mit ein.
 

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