SLK-Kliniken – Überblick und Historie

Der Verbund der SLK-Kliniken Heilbronn ist der größte Gesundheitsdienstleister der Region Heilbronn-Franken und bietet mit seinen unterschiedlichen Standorten eine umfassende Gesundheitsversorgung auf qualitativ höchstem Niveau. Die medizinische Bandbreite reicht von der wohnortnahen Grundversorgung bis zur Spitzenmedizin in zertifizierten Zentren.

Die heutige SLK-Kliniken Heilbronn GmbH, als Mutterunternehmen des SLK-Verbundes, ist durch eine Verschmelzung der Klinikum Heilbronn GmbH mit der Kliniken GmbH Landkreis Heilbronn zum 1. Januar 2001 entstanden. Die Wurzeln der beiden zuvor eigenständigen Kliniken reichen zum Teil Jahrhunderte zurück. So wurde das erste Hospital in Heilbronn (Katharinenspital) bereits 1306 gegründet und versorgte bis in die 1860er Jahre Patienten aus Heilbronn, bis nach und nach das 1831 erbaute Paulinenspital die Versorgung der Kranken übernahm. Nach einer Zwischenstation in der Jägerhausstraße in Heilbronn ist das Klinikum am Gesundbrunnen seit 1989 an seinem jetzigen Standort am Gesundbrunnen zu finden.

Auch das Krankenhaus in Brackenheim (die heutige Geriatrische Rehabilitationsklinik) hat seine Wurzeln bereits im Mittelalter. Im Jahr 1487 wurde laut Gründungsurkunde das „neue Spital“ ins Leben gerufen. Als Bezirkskrankenhaus war es ab 1858 zunächst alleinig für den Landkreis Heilbronn zuständig. Die Geriatrische Rehaklinik Brackenheim wurde 1995 gegründet und befindet sich seit 2020 im Gesundheitszentrum Brackenheim.

Deutlich jünger ist das Klinikum am Plattenwald. Mit 447 Betten wurde das damalige Kreiskrankenhaus am 1. Juli 1977 in Betrieb genommen. Es übernahm die Funktion des Städtischen Krankenhauses Neckarsulm, das aufgelöst und abgerissen wurde.Seit Januar 2001 gehört das Klinikum am Plattenwald zum Verbund der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH.

Die einhundertprozentige Tochtergesellschaft Klinik Löwenstein gGmbH ist seit 2007 teil des SLK-Verbunds. Die heutige Lungenklinik Löwenstein wurde 1960 als Sanatorium für Tuberkulosekranke gegründet und Mitte der 1970er Jahre infolge des Rückgangs der Tuberkulose zum Fachkrankenhaus für Lungen- und Bronchialheilkunde umstrukturiert.

Seit Oktober 2012 ergänzt die Praxis GmbH mit ambulanten Leistungen der Strahlentherapie und Pathologie das Spektrum der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH. Seit 2019 betreibt sie ein Medizinisches Versorgungszentrum mit den Fachrichtungen Allgemeinmedizin und Kinderheilkunde im Gesundheitszentrum Möckmühl.

Im März 2017 eröffnete die Psychosomatik des Klinikum am Weissenhof im Rahmen einer Kooperation mit den SLK-Kliniken einen zweiten Standort im Klinikum am Gesundbrunnen.

Seit April 2017 ist das Klinikum am Gesundbrunnen teil des standortübergreifenden neurochirurgischen Zentrums Ludwigsburg-Heilbronn, welches gemeinsam von den Klinken Ludwigsburg-Bietigheim der Regionalen Kliniken Holding (RKH) und den SLK-Kliniken  betrieben wird. Am Klinikum Ludwigsburg ist die Neurochirurgie bereits seit 20 Jahren etabliert. Im Rahmen der Kooperation stellen Ärzte aus Ludwigsburg die neurochirurgische Versorgung auch in Heilbronn rund um die Uhr sicher.

Die Standorte Heilbronn und Brackenheim bildeten vom 1. Januar 2012 bis zur Schließung des Krankenhauses Brackenheim im Jahr 2017 krankenhausplanerisch ein einheitliches Krankenhaus mit zwei Standorten. Ebenso bildeten die Standorte Bad Friedrichshall und Möckmühl vom  1. Januar 2013 bis zur Schließung des Krankenhauses Möckmühl im Jahr 2018 krankenhausplanerisch ein einheitliches Krankenhaus mit zwei Standorten.

Neubauten

In den vergangenen Jahren haben sich die SLK-Kliniken mit Neubauten und strukturellen Veränderungen zukunftsorientiert weiterentwickelt. Mit unseren abgeschlossenen Bauprojekten an den Standorten Heilbronn (1. Bauabschnitt) und Bad Friedrichshall haben wir zwei moderne Kliniken geschaffen.

Die Baumaßnahmen für den 2. Bauabschnitt des Klinikums am Gesundbrunnen sind in vollem Gange.

An den Standorten Brackenheim und Möckmühl wurden Ende 2020 und Anfang 2021 zwei neue Gesundheitszentren für eine hochwertige ambulante wohnortnahe Versorgung eingeweiht, die das Versorgungskonzept abrunden.

Zentrumsstrukturen

Ein großer Vorteil der Verbundstruktur ist die standort- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Diese Synergieeffeke kommen den Patienten vor allem in den verschiedenen medizinischen Zentren zugute.

  • Das 2010 gegründete Tumorzentrum Heilbronn-Franken versorgt über die neun angegliederten, von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Organkrebszentren, Patienten an den Standorten Gesundbrunnen, Plattenwald und Löwenstein. Es ist damit das größte medizinische Zentrum der SLK-Kliniken und zählt zu den modernsten fachübergreifenden onkologischen Einrichtungen in Deutschland.
  • Zentrum für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (ZAINS) seit 2010 standortübergreifend für den Gesundbrunnen und Plattenwald verantwortlich. 2020 trat auch die Klinik Löwenstein dem Zentrum bei.
  • Das Gefäßchirurgische Zentrum mit Hauptsitz im Plattenwald versorgt seit 2020 über die Sektion am Gesundbrunnen auch die Heilbronner Patienten
  • 2019 entstand das Zentrum für Radiologie, Minimal-invasive Therapien und Nuklearmedizin, dem seitdem die Radiologie am Gesundbrunnen und der Klinik Löwenstein angehören. Seit 2020 gehört auch die Radiologie am Plattenwald dazu.
  • Seit 2013 versorgt das Zentrum für Allgemein- und Viszeralchirurgie Patienten im Klinikum am Gesundbrunnen und Plattenwald
  • Seit 2019 ist das Schilddrüsenzentrum der SLK-Kliniken ist an das Deutsche Schilddrüsenzentrum angebunden.
  • Für arterielle und venöse Gefäßerkrankungen bietet das überregional führende Gefäßzentrum das gesamte Spektrum der modernen Therapieverfahren. Im Oktober 2020 wurde der bisherige Standort im Klinikum am Plattenwald eine Sektion im Klinikum am Gesundbrunnen erweitert.
  • Weitere Zentren bündeln an den einzelnen Standorten Kompetenzen der verschiedenen Disziplinen und arbeiten teilweise auch standortübergreifend. ( Allergiezentrum, Diabeteszentrum, Sozialpädiatrisches Zentrum, Kontinenzzentrum, Schmerzzentren,…)

Gesundbrunnen

Die Geschichte des heutigen Klinikums am Gesundbrunnen beginnt bereits 1306, mit der Gründung des Katharinenspitals. Nach rund 560 Jahren löste das Paulinenspital  das Katharinenspital als Krankenversorger der Stadt Heilbronn ab. 1831 wurde das Paulinenspital zunächst als Cholera-Krankenhaus errichtet und entwickelte sich in den 1860er Jahren zum städtischen Krankenhaus. Während des Zweiten Weltkriegs hat das Klinikum am Weißenhof in Weinsberg die Patienten versorgt. 1944 wurde das städtische Krankenhaus bei einem Luftangriff zerstört. Nach dem Krieg wurde daher das ehemalige Militärlazarett in der Jägerhausstraße zum städtischen Krankenhaus umfunktioniert. 1989 begann der Umzug des Krankenhausbetriebs aus der Jägerhausstraße in den Neubau am Gesundbrunnen. Die Einweihung des jetzigen Standorts am Gesundbrunnen fand am 20. Januar 1989 statt. Noch bis 1996 wurde neben dem Gesundbrunnen ein zusätzlicher Standort in der Jägerhausstraße betrieben. Mit dem Umzug der letzten Abteilungen am 28. September 1996 wurde das Ziel "Krankenhaus unter einem Dach" finalisiert. Wenige Jahre später wurde 1999 die Klinikum GmbH Heilbronn gegründet.

Die Standorte Heilbronn und Brackenheim bildeten vom 1. Januar 2012 bis zur Schließung des Krankenhauses Brackenheim im Jahr 2017  krankenhausplanerisch ein einheitliches Krankenhaus mit zwei Standorten. Die Abteilungen des Krankenhauses Brackenheim gingen 2017 ins Klinikum am Gesundbrunnen in Heilbronn über - mit Ausnahme der weiterhin bestehenden Rehaklinik, die heute noch in Brackenheim Bestand hat. Das Gesundheitszentrum Brackenheim lieferte seither im Altbau des Krankenhauses einen Beitrag zur medizinischen Versorgung in Brackenheim. Im Oktober 2020 zog das Gesundheitszentrum in einen modernen Neubau.

Der Standort am Gesundbrunnen hat sich seit seinem Erstbezug kontinuierlich weiterentwickelt. 2007 ging ein Neubau für die Kinderklinik in Betrieb, 2018 ein Erweiterungsbau für die Neonatologie. Um den hohen Ansprüchen an die moderne Medizin auch weiterhin gerecht zu werden, wird für das Klinikum am Gesundbrunnen in zwei Bauabschnitten ein Neubau auf dem neuesten technischen Stand errichtet. Der 1. Bauabschnitt des Neubaus des Klinikum am Gesundbrunnen wurde im Februar 2017 bezogen. Hier sind 550 der rund 800 Erwachsenenbetten untergebracht. Der Spatenstich für den 2. Bauabschnitt am Klinikum am Gesundbrunnen fand Ende Oktober 2018 statt. Mittlerweile sind die Bauarbeiten in vollem Gange. Der 2. Bauabschnitt ergänzt den Klinikneubau um weitere drei Gebäudeteile. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant.


PLATTENWALD

Das Klinikum am Plattenwald wurde ursprünglich als Ersatz für das Städtische Krankenhaus Neckarsulm errichtet. Das Städtische Krankenhaus Neckarsulm war 1913 im Bereich worden und hatte die Nachfolger des Anfang des 18. Jahrhunderts erbauten Städtischen Spitals bei der Frauenkirche angetreten. Aufgrund eines Beschlusses des Landkreises Heilbronn wurde das Städtische Krankenhaus Neckarsulm 1977 geschlossen und durch das neue Krankenhaus in Bad Friedrichshall, mit der strategisch optimalen Lage zwischen Heilbronn und  Neckarsulm, abgelöst. Der Grundstein des Kreiskrankenhauses am Plattenwald in Bad Friedrichshall fand am 6. Mai 1974 statt. Mit Fertigstellung des heutigen Klinikums am Plattenwald 1977 wurde das Städtische Krankenhaus Neckarsulm abgerissen. 1979 wurde an selber Stelle die „Ballei“ gebaut.

Die verschiedenen Abteilungen des ehemaligen Krankenhauses Möckmühl, welches 1960 gebaut und 2018 geschlossen wurde, gingen in das Klinikum am Plattenwald über. Die medizinische Versorgung der Möckmühler Patienten wird seitdem zusätzlich durch das Gesundheitszentrum Möckmühl sichergestellt. Das GZ ging im Herbst 2018 noch im Altbau des Krankenhauses an den Start und zog im Februar 2021 in einen eigens errichteten, modernen Neubau.

Um den Patienten weiterhin moderne Medizin auf neustem Stand bieten zu können, wurde für das Klinikum am Plattenwald im Sommer 2016 nach vier Jahren Bauzeit ein Neubau eingeweiht. Mit seinen rund 350 Betten ist der neue Plattenwald ein Klinikum geworden, das mit moderner Technik und hohem Patientenkomfort punkten kann.


BRACKENHEIM

Die Geschichte des Krankenhauses Brackenheim beginnt bereits im Mittelalter. Im Jahr 1487 wurde laut Gründungsurkunde das „neue Spital“ ins Leben gerufen. Diese Beschreibung deutet daraufhin, dass es bereits zuvor ein altes Spital gegeben haben könnte. Das mittelalterliche Spital war allerdings kein Krankenhaus, sondern vereinte als Wohlfahrtseinrichtung unter anderem ein Armenhaus, verschiedene Schulen und etwas, was in der heutigen Vorstellung einem Altersheim gleicht. Auch die Verwaltung von Landwirtschaft und Weinbergen gehörten damals zu den Aufgaben des Spitals. Die Hauptgebäude befanden sich in der heutigen Marktstraße Brackenheims. Das Oberamtskrankenhauses in Brackenheim wurde 1914 eingeweiht und am 1. Oktober 1938 zum Kreiskrankenhaus Brackenheim. 1995 fand die Einweihung der Geriatrische Rehabilitationsklinik Brackenheim statt, die noch heute Bestand hat. 2020 zog die Rehaklinik Brackenheim in das neu gebaute Gesundheitszentrum Brackenheim ein. Die Rehaklinik Brackenheim wurde vor 25 Jahren  gegründet und hat seitdem mehr als 10.000 Patienten behandelt. Mit dem Umzug in den Neubau konnte die Geriatrische Klinik ihre Bettenanzahl von bisher 39 auf 57 aufstocken.


LÖWENSTEIN

Die heutige Lungenklinik Löwenstein wurde 1960 als Sanatorium für Tuberkulosekranke gegründet. Mitte der 1970er Jahre wurde die Klinik Infolge des Rückgangs der Tuberkulose zum Fachkrankenhaus für Lungen- und Bronchialheilkunde umstrukturiert. 1999 wurde die Tochtergesellschaft, Service-GmbH Klinik Löwenstein, gegründet, die heute unter anderem die komplette Speisenversorgung des SLK-Verbunds betreut. Seit Juli 2007 gehört Löwenstein zum SLK-Verbund, der die Klinik vom Landeswohlfahrtsverbund Württemberg-Hohenzollern übernommen hat. Die Lungenklinik Löwenstein ist eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH.

Neben der Behandlung von Lungen- und Atemwegserkrankungen, ist die Klinik Löwenstein auch auf langzeitbeatmete Patienten im Rahmen des zertifizierten Weaningzentrum der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie spezialisiert. Weitere Schwerpunkte sind die Pneumologische Onkologie, die Thorax- und Gefäßchirurgie  und seit 2016 die Schmerztherapie.

Die Klinik wurde von 1996 bis 1999 generalsaniert. Weitere bauliche Erweiterungen folgten 2004. Geplant sind Investitions- und Sanierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt rund 12 Millionen Euro, die von der Klinik selbst, SLK als Verbund und von der Stadt Heilbronn sowie dem Landkreis Heilbronn getragen werden. Hierbei geht es einerseits um die Instandhaltung und andererseits um die Aus- und Nachrüstung mit moderner Medizintechnik.


Möckmühl