Harnsteintherapie

Steinbehandlung mittels extrakorporaler Stoßwellenlithotripsie (ESWL)

Klinikdirektor Prof. Jens Rassweiler hat in enger Zusammenarbeit mit dem Erfinder der ESWL, Prof. Christian Chaussy, und den Ingenieuren von Siemens ein neues Lithotripsiesystem entwickelt.

Es handelt sich hierbei um ein multifunktionales Gerät mit feinfokusierendem, neuentwickeltem Stosswellenkopf und integrierter Röntgenortung. Dieses Gerät eignet sich für alle Anwendungen in der Lithotripsie, Urodiagnostik, Endourologie sowie bei perkutanen Eingriffen. Diese flexible und dadurch hocheffiziente Lithotriptertechnologie basiert auf einem kombinierten Röntgen/Stoßwellen "Doppel C-Bogen-System" und ist eine optimale Kombination aus Lithotripter und Urodiagnostik-Tisch.

Vorteile für den Patienten:

  • Die Steine können innerhalb einer Sitzung behandelt werden.
  • Keine Umlagerung des Patienten bei der Untersuchung beider Nieren, Blase und Harnleiter.
  • Eine punktgenaue Steinlokalisation erfolgt wahlweise über Inline-Röntgenbildgebung oder Inline Ultraschallbildgebung.
  • Beste Bildqualität ermöglicht eine optimale Diagnose und Therapie.

Steinbehandlung mittels Ureterorenoskopie:

Wir verfügen über moderne flexible und starre Ureteroskope, mit denen der gesamte Harntrakt gespiegelt werden kann. Kleine Harnsteine werden dabei mittels Fasszange oder Steinfangkörbchen in selber Sitzung entfernt. Größere Steine können über das Ureteroskop mit dem Holmium-Laser zertrümmert werden. Die Bruchstücke werden mittels Fasszange oder Körbchen entfernt.

Perkutane Harnsteinbehandlung:

Bei großen Steinen in der Niere wird diese in Narkose direkt durch die Haut punktiert, wobei moderne Ultraschallsysteme zur genauen Ortung benutzt werden. Ein dünnes Endoskop kann dann direkt in die Niere eingeführt werden, die Steine werden mit verschiedenen Methoden (Ultraschallsonde/Laser) zertrümmert, die Bruchstücke werden abgesaugt.

Laparoskopische Harnsteinbehandlung:

In seltenen Fällen können Harnsteine nicht mit den bereits genannten Methoden entfernt werden, zum Beispiel wenn diese sehr groß sind oder sich im Harnleiter "eingeklemmt" haben. Für diese Fälle bieten wir die Möglichkeit, die Steine mittels Schlüssellochchirurgie sicher und mit nur kleinen Hautschnitten in einer Operationssitzung zu entfernen.