Wirbelsäulenchirurgie

Wirbelsäulenchirurgie

Die chirurgische Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule des Erwachsenen ist seit vielen Jahren ein Hauptaufgabengebiet der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie  des Klinikums am Plattenwald. Sie stellt die stationäre Rund-um die Uhr-Versorgung für diese Krank heitsbilder in der Region mit sicher.

Die Behandlung in unserer Klinik erfolgt in der Regel durch Einweisung ihres behandelnden Arztes.

Im Notfall ist jederzeit eine Vorstellung über unsere 24-h geöffnete Zentrale Notaufnahme möglich.

In weniger dringlichen Fällen besteht die Möglichkeit einer ambulanten Vorstellung in unseren Sprechstunden. 

Am häufigsten einer stationären Behandlung bedürfen starke Schmerzzustände, mitunter auch plötzlich eingetretene Lähmungen infolge einer Wirbelsäulenerkrankung.

  • An 1. Stelle der Beschwerdeursachen steht dabei die Verschleißerkrankung

Schätzungsweise zu 80% betrifft diese die Lendenwirbelsäule, nur zu etwa 20% die Halswirbelsäule.  An der Brustwirbelsäule treten zwar auch „Abnutzungserscheinungen“ auf, diese sind jedoch äußerst selten stationär behandlungsbedürftig.

Das klassische Krankheitsbild einer degenerativen Wirbelsäulenerkrankung ist der Bandscheibenvorfall. Hierbei löst sich Gewebe aus der Bandscheibe und fällt in den Wirbelkanal, wo die Nerven verlaufen und verursacht einen ins Bein ziehenden Schmerz („Ischias“). Betroffen sind eher Menschen im erwerbsfähigen Alter.

Die typische Erkrankung des älteren Patienten ist die Wirbelkanalenge (Spinalkanalstenose), welche zu ähnlichen Beschwerden wie Durchblutungsstörungen der Beine führt, der Schaufensterkrankheit“.

  • Die zweithäufigste Erkrankung der Wirbelsäule ist die Osteoporose

Überwiegend sind Frauen nach der Menopause (Ende der Regelblutung) betroffen. Die Osteoporose selbst macht zunächst keine Beschwerden, erst durch Knochenbrüche wird sie zu einer schwerwiegenden Erkrankung. Diese können ohne äußeren Anlass oder durch einen banalen Sturz auftreten und stärkste Rückenschmerzen auslösen.

Lesen Sie dazu den Ratgeber des Dachverband deutschsprachiger Osteoporose-Selbsthilfeverbände und patientenorientierter Osteoporose-Organisationen e. V. (DOP)

  • Verletzungen (Wirbelbrüche)

Können je nach Unfallgeschehen sämtliche Abschnitte der Wirbelsäule betreffen.  Reichen von schweren Wirbelbrüchen mit Quetschung des Rückenmarks, welche eine rasche Operation erfordern bis zu harmlosen Einstauchungen der Wirbel, welche  ohne operative Maßnahmen innerhalb von einigen Wochen folgenlos abheilen.

  • Entzündungen

Die Wirbelsäule ist ein Sammelbecken für durch den Blutkreislauf übertragene Bakterien, so daß Eiterungen im Wirbelkörper und den Bandscheiben auftreten können, die ohne rechtzeitige Behandlung zu einer (lenbens-)bedrohlichen Erkrankung führen können.

  • Tumoren

Die Wirbelsäule ist bei bösartigen Erkrankungen häufig mitbetroffen. Absiedelungen (Metastasen) können zur Zerstörung des Knochens und zur Bedrängung des Nervensystems mit gravierenden Folgen wie unerträglichen Schmerzen und/oder Lähmungen führen.

  • Fehlstellungen

Formveränderungen der Wirbelsäule entwickeln sich aus verschiedensten Ursachen. Es gibt angeborene Veränderungen (Skoliose), verletzungsbedingte oder verschleißbedingte Instabilitäten. Sie entstehen zumeist über einen längeren Zeitraum. Manche machen wenig Beschwerden, andere führen zur stärksten Schmerzen und Funktionsstörungen.

  • Sonstige Rückenschmerzen

Bei vielen Menschen mit anhaltenden Rückenschmerzen findet sich in der Wirbelsäule selbst keine Erkrankung, die diese hinreichend erklärt, insbesondere wenn die Beschwerden über längere Zeit jeder Behandlung trotzen. Lesen Sie dazu auch die Patienten-Leitlinie zur Nationalen Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz.