Physiologie und Erkrankungen des Venensystems

Sonographie zur funktionellen Untersuchung des Venensystems

Diese Aufgabe wird durch das komplexe Zusammenspiel zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem bewältigt. Nach erfolgter Arbeit der Muskelpumpe besteht im tiefen Venensystem ein geringerer Druck als im oberflächlichen. Folglich strömt das Blut von der Oberfläche über die so genannten Perforansvenen (Verbindungsvenen) in das tiefe Venensystem, von wo aus es wiederum durch die Muskelpumpe aus den tiefen Beinvenen in Richtung Herz fließt. Im gesunden Zustand wird auch in den Perforansvenen durch die Venenklappen ein Rückfluss in das oberflächliche Venensystem verhindert.

Die natürliche Venenfunktion wird durch Bewegung und Hochlagerung der Beine unterstützt. Es gilt folgende Eselsbrücke im Alltag und vor allem nach Operationen: 

statt sitzen und stehen, lieber laufen oder liegen

Venenerkrankungen können das oberflächliche wie auch das tiefe Bein-Venensystem betreffen und sich wie in der folgenden Aufzählung zeigen:

  • Krampfadern, von den kleinen Besenreisern bis zu den dicken Stammvarizen
  • Lymphoedeme in Form von Unterschenkelschwellungen
  • Beingeschwüre (sog. Ulcus cruris) bei Durchblutungsstörungen