Operative Therapie

Wir führen nach Diagnostik und ausführlicher Beratung folgende operativen Eingriffe durch:

Laserverödung von Krampfadern – die ambulante, schmerzarme Behandlung von Krampfadern

Die endoluminale Lasertherapie (ELT) von Krampfadern ist ein effektives modernes Behandlungsverfahren. Es erfolgt in der Regel ambulant in Lokalanaesthesie (sog. Tumeszenzanaesthesie). Über eine Hohlnadel wird eine Laser-Glasfaser in das Innere der Krampfader eingeführt. Unter Abgabe der Energie des Lasers kommt es zu einer Schrumpfung und Verschluss der Krampfader von innen her. Vorteil dieser Methode ist die sehr schmerzarme Therapie, größere Schnitte sind nicht mehr erforderlich, das kosmetische Ergebnis ist somit besser und die Arbeitsausfallzeiten deutlich kürzer.

Die klinischen Studien zeigten bei den behandelten Patienten im Vergleich zum klassischen Operationsverfahren einen gleichwertigen Therapieerfolg bei deutlich weniger therapiebedingter Beschwerden. Da auch die gesetzlichen Krankenkassen (wie z. B. die AOK Baden-Württemberg) zunehmend die Kosten für diese moderne Therapie übernehmen, nehmen Eingriffe dieser Art immer mehr zu, wohingegen die klassischen Stripping-Operationen eher abnehmen.

Operative Entfernung von Krampfadern – die klassische Variante zur Behandlung der Krampfadern

Beim konventionellen "Stripping" der Rosenvene werden zunächst die Zuflüsse zum Venenstern im Bereich der Leiste unterbunden. Dann wird eine dünne Sonde, an deren Ende eine Halbkugel befestigt ist, in die Rosenvene eingeführt. Durch Zug an der Sonde wird die Rosenvene unter der Haut herausgezogen. Die Operation erfolgt abhängig von Befund und Patient ambulant oder im Rahmen eines zweitägigen stationären Aufenthaltes.

Entfernung von insuffizienten Krampfader-Seitenästen an den Unterschenkeln durch operative Maßnahmen oder durch Schaumsklerosierung

Insuffiziente Seitenäste im Bereich der Ober- und Unterschenkel können über kleine Schnitte in örtlicher Betäubung entfernt werden. Alternativ kann eine aufgeschäumte Verödungsflüssigkeit eingespritzt werden, durch die die Venen zunächst verkleben und später (nach einer entzündlichen Phase) vom Körper abgebaut werden. Nach der Operation ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen für vier Wochen sinnvoll.

Besenreiserverödung mittels Sklerosierung oder Laserverödung

Hierbei wird eine Verödungslösung in die Besenreiser-Venen gespritzt, welche zu einer Verklebung derselbigen führt. In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich, um die Besenreiser erfolgreich zu behandeln. Bei sehr feinen Besenreisern ist eine Laserbehandlung mit dem Farbstofflaser durchführbar. Allen Therapiemöglichkeiten ist jedoch – bedingt durch die Neigung zu Besenreisern – eine hohe Rezidivrate gemeinsam.

Ulcusbehandlung mittels VersaJet-Reinigung, Hauttransplantationen, ggf. Anlage einer Vakuumversiegelung

Bei einer langjährigen Krampfadererkrankung oder auch bei einem postthrombotischen Syndrom kann sich ein chronisches Beingeschwür (Ulcus cruris) entwickeln. Zunächst ist bei einem Ulcus cruris die Beseitigung der Hauptursache (s. o.) wichtig. Neben operativen Maßnahmen ist hier eine Kompressionstherapie meist essentiell notwendig. Mittels moderner Methoden der Wundreinigung (VersaJet: Reinigung mit einen Hochdruck-Wasserstrahl, Biobags: Reinigung durch sterile Fliegenmaden, Vacuumassistierte Wundtherapie) und modernen Wundauflagen wird eine Heilung des Geschwürs eingeleitet. Bei sehr großen Wundflächen ist auch eine Hauttransplantation sinnvoll.