Informationen für Patienten

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

Das Institut wird im Auftrag der Ärzte tätig, bei denen Sie sich primär in Behandlung befinden. Für gesetzlich versicherte Patienten ist dies in den Verträgen zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und den Krankenkassen so vorgeschrieben (Überweisungsgebot). Nur für Privatpatienten besteht die Möglichkeit der direkten Inanspruchnahme des Labors.

Für die Anforderung von Laboruntersuchungen bestehen geordnete strukturierte Wege. Gesetzlich versicherte Patienten müssen einen Überweisungsschein ihres primär behandelnden Arztes vorlegen, auf dem Art und Umfang der gewünschten Untersuchungen eingetragen sind. Privat versicherte Patienten können, müssen aber keinen Überweisungsschein vorlegen. Die Anforderung von Laboruntersuchungen kann bei privat versicherten Patienten auf jedem beliebigen Schriftstück erfolgen oder bei direkter Vorstellung frei vereinbart werden.

Die Befunde gehen ausschließlich an die Praxen oder Kliniken der überweisenden Ärzte. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass gesetzlich versicherte Patienten keinen Anspruch darauf haben, Kopien oder Zweitschriften ihrer Befunde zu erhalten. Eine telefonische Übermittlung von Befunden oder eine Übermittlung per Telefax oder E-Mail an Privatpersonen ist schon aus Gründen des Datenschutzes ausgeschlossen.

Privatpatienten haben Anspruch darauf, gegen Einsendung eines adressierten Freiumschlages (DIN A4 frankiert mit 1,45 Euro) eine Kopie oder Zweitschrift ihrer erhobenen Befunde zu erhalten. Eine Übermittlung per Telefax oder Telefon an Privatpersonen ist aus Gründen des Datenschutzes ebenfalls ausgeschlossen. Ausnahmen lassen wir nur bei den (wenigen) ambulanten Privatpatienten zu, die seit Jahren zur Untersuchung zu uns kommen, die uns persönlich bekannt sind und diese Art der Übermittlung ausdrücklich wünschen.

Nachträgliche telefonische Auskünfte zu den bei uns erhobenen Befunden geben wir aus Gründen des Datenschutzes nicht. Zu HIV und anderen Infektionskrankheiten geben wir am Telefon überhaupt keine Auskünfte. Bitte wenden Sie sich an die primär behandelnden Ärzte. Verbleiben Zweifel, haben Sie die Möglichkeit, sich auf dem Weg des Überweisungsverfahrens einen Beratungstermin zu den erhobenen Befunden geben zu lassen.

Notfallausweise erstellen wir nur dann, wenn dies aus medizinischen Gründen geboten erscheint. Für die Erstellung eines Notfallausweises ist grundsätzlich die zweimalige Durchführung der Untersuchung aus unabhängig voneinander entnommenen Proben erforderlich. Die Tatsache, dass z. B. in der Klinik die Blutgruppe bestimmt worden ist, ist für die Ausstellung eines Notfallausweises nicht ausreichend.