Rückblick 2011

Musik zur Adventszeit - 13. Dezember 2011

Musik zur Adventszeit - 13. Dezember 2011

Musik zur Adventszeit spielten bei „Kultur im Klinikum“ Schüler der Städtischen Musikschule Heilbronn. Weihnachtlich eingestimmt wurden die Besucher vom Blockflötenensemble unter der Leitung von Margarethe Allinger mit der Ouvertüre F-Dur „á la Pastorelle“ von Georg Philipp Telemann. Die Kammermusikklasse mit Judith Michelsen (Querflöte), Ansgar Schwarzer (Violine), Hannah Luise Rietzler (Viola) und Christian Schwarzer (Violoncello) unter der Leitung von Dr. Matthias Schwarzer intonierte äußerst anspruchsvolle Werke von Johann Christoph Demantius, Sergej Rachmaninow und Wolfgang Amadeus Mozart mit Bravour und verwandelte die Klinikkappelle am Gesundbrunnen in einen kleinen würdigen Konzertsaal. Mit ihrer klaren Sopranstimme setzte Ricarda Senghaas mit dem Titel „Mariae Wiegenlied“ von Max Reger den solistischen Höhepunkt. Gedichte von Hans Dieter Hüsch wie „Ersehnt“ und von Steffen Rank, vorgetragen von Pfarrer Michael Kazmaier ergänzten als kleine literairische Einwürfe die musikalische Stunde. In „Was wir uns wert sind…“ beschreibt der ehemalige Patient, in eindrucksvoller Weise was den Menschen durch das Menschsein von Maschinen unterscheidet. Zum Abschluss sang das adventlich eingestimmte Publikum mit Begleitung des Flötenensembles „Oh du fröhlich, oh du selige“ und Roswitha Löffler überreichte den jungen Künstlern einen süßen Gruß aus der Weihnachtsbäckerei. (pag)

D'Krabbä - 8. November 2011

D'Krabbä - 8. November 2011

„Rhythmischer, von Begeisterung getragener Applaus - das gab´s noch nie bei „Kultur im Klinikum“, so Paul-Anton Grathwohl, bei der Nachmoderation des Auftritts „d´Krabbä“ in der Personalcafeteria am Gesundbrunnen. Schwarz gekleidet, die Notenblätter im Kopf und  mit der Stimmgabel in der Tasche boten Sigi Orelt (Tenor), Ingo Illichmann (Tenor), Hartmut Schenk (Bass), Kilian Krauth (Bass), Peter Schwall (Bass) und Michael Nuss, der musikalische Chef der A-Cappella Gruppe, ein breitgefächertes Repertoire von Pop und Rocksongs über Spirituals bis hin zu jazzigen Stücken. Michael Nuss als Solist eröffnete den Männerblock mit Grönemeyers „Männer“ und hauchte mit seiner wunderbar sanften Stimme „Außen hart und innen ganz weich“. Oder „ Mein kleiner grüner Kaktus“ von den Comedien Harmonists wurde als typische Männerpflanze beschrieben, weil man diesen wenig gießen muss. Das ständige Suchen nach dem vermeintlich großen Glück mit dem Titel „Ich wär´ so gerne Millionär“ von den Prinzen ergänzten die Facetten über Männer trefflich und die Parodie auf den Männergesangverein der Kölner Gruppe Bläck Fööss wurde, wo sich das Sextett nach dem Motto „Jeder Mann gibt, was er kann“ einbrachte, mit voller Brust hinaus geschmettert. Mit dem Text des Bietigheimer Dichters Johann Martin Enderle sehnten sich die Hobbyvirtuosen nach Mamas einzigartigen Kartoffelsalat und bedauerten mit „En Wei´keller gang i jetzt na“, dass nur noch „weißa“ getrunken werden kann. „For the longest time“ und die noch immer junge „Barbara Ann“ markierten die Zugaben dieses tollen Konzerts, das über 90 Zuhörer in seinen Bann zog. (pag)

Beatles, Bap und Elvis - 11. Oktober 2011

Beatles, Bap und Elvis - 11. Oktober 2011

Ein bunter Herbstrauß schmückte die Bühne bei "Kultur im Klinikum", als Professor Uwe Martens, Klinikdirektor der Medizinischen Klinik III, am Keyboard, und Günter Steffen, Gesang, bei einem musikalischen Abend in der Personalcafeteria am Gesundbrunnen das Publikum verzauberte. "Wir zwei" nennt sich das Duo selbstbewusst und hintersinnig. Einfühlsam hauchte Steffen bei "Und es war Sommer" von Peter Maffay und bei "Verdamp lang her" von BAP ins Mikro und Martens entlockte seinem Keyboard nicht nur klare Tonfolgen, sondern auch die entspechenden Rhythmen als Bandbegleitung.

Nicht zu überhören war die Sympathie der beiden Hobbymusiker für die Beatles. Mit den Titeln "When I'm sixty four", "Ob la di Ob la da" oder "Lady Madonna" fanden Martens und Steffen schnell Zugang zu den Zuhörern. Der kleine Seitenhieb mit "Mackie Messer" auf die Haie in der Weltwirtschaft verlieh der musikalische Stunde einen politischen Hauch. "Can't help falling in love" von Elvis Presley forderte das Publikum auf, von der Liebe, die einem täglich begegnet, zu träumen. Zum Schluss kam Bob Dylan "Knocking on heavens's door".

Quelle: Paul-Anton Grathwohl & Heilbronner Stimme

Nachklang - 13. September 2011

Nachklang - 13. September 2011

Beim zweiten Besuch des Ensembles Nachklang in der Personalcafeteria am Gesundbrunnen war offensichtlich der richtige Termin zum richtigen Zeitpunkt gewählt. Bei Kultur im Klinikum waren mehr als 70 Zuhörer von Robert Hopf (Gesang und Gitarre), Gerhardt Knoppek (Gesand, Akkordeon und Piano) und Markus Pöschko (Gesang, Saxophon und Persussion) und ihrem abwechslungsreichen Programm begeistert.

"Liebe voll" führte Knoppek die Zuhörer in die Songs ein, stellte die Biographien der Komponisten vor und wurde dabei dezent von der entsprechenden Titelmelodie begleitet. "Wonderful Tonight" von Eric Clapton, "You are so beautiful" von Joe Cocker und "I cant't stand the rain" von Anne Peebies gefielen dem Publikum gleich zu Beginn. Die Vertonung von Hesses Liebeslied "Ich bin der Hirsch, und Du bist der Baum" zeigte das lyrische Gespür der Interpreten. Mit großer Hingabe spielten und sangen die Drei das plattdeutsche Volkslied "Dat Du min Leevsten büst". Höhepunkt war die Schilderung "The girl from Ipanema". Bei der Unterlegung bekannter Kinderlieder wie "Alle meine Entchen", "Fuchs du hast die Gans gestohlen" und "Hänschen klein" mit dieser Melodie spendeten die Besucher spontan Beifall. Mit dem Versprechen "Tschüs bis zum nächsten Mal" verabschiedeten sich die Vollblutmusiker.

Der Alphornrebell - 9. August 2011

Der Alphornrebell - 9. August 2011

Alphorn - hierbei denken doch viele an monotone, getragene und tiefe Tonfolgen und nicht zuletzt an die Berge. Für den Flinataler Alphornbläser, Wolfgang Meerwart, ist das aber nicht Alles. Bei der Reihe „Kultur im Klinikum“ in der Personalcafeteria am Gesundbrunnen entlockte er bei einer musikalischen Reise über Schottland in die Karibik dem einmalig geformten Blasinstrument ganz andere Töne und Rhythmen. Mit Hintergrundmusik sorgte er für eine interessante Mischung von elektronischen Möglichkeiten und Tradition, die die Besucher wohlwollend aufnahmen. „Fröhliches Intermezzo“ von Carl Maria von Weber versprühte auch mit dem Alphorn Freude und Heiterkeit und bei „Amazing Grace“ von John Newton sind die Alphorntöne mehr als ein guter Ersatz für die des Dudelsacks. Selbst bei „Kudi-Woogie“ entfachte der Bläser mit seinen vibrierenden Lippen und seinem Atmungsapparat die richtigen Töne und Rhythmen. Zurück in der Heimat erzählte er den über 50 aufmerksamen Zuhörern von der Entstehungsgeschichte, der Herstellung und der Kunst das Instrument zu spielen. Zum Schluss entführte Wolfgang Meerwart das begeisterte Publikum mit dem „Alpenzauber“ von Adrian Engler und mit der „Edelweispolka“ von Ernst Mosch noch einmal hinauf in die Welt der Berge. (pag)

Teachers Holiday Swing Quartett

Teachers Holiday Swing Quartett

„Wir sind vier und spielen hier, zu viert sind wir komplett; einmal leis und einmal laut: das Teachers Holiday Swing Quartett“ - diesen Text sangen Werner Philipp, Klarinette und Saxophon, Albrecht Schäfer, Banjo und Gitarre, Fritz Resech, Gesang und Posaune und Rudi Trinkaus am Schlagzeug als neue Erkennungsmelodie. Die musikalischen Lehrer nahmen bei „Kultur im Klinikum“ rund 80 Patienten und Besucher auf eine abwechslungsreiche und kurzweilige Weltreise des Swings. Mit Spaß und Rhythmus im Blut versprühten sie eine charmante Leichtigkeit und unterhaltsame Fröhlichkeit in der Personalcafeteria am Gesundbrunnen. Songs wie „Sentimental journey“ und „I want to be happy“ begeisterten das Publikum gleich zu Beginn. Schnippende Finger, wippende Beine und nickende Köpfe sah man ab sofort bei den Zuhörern und „Me & Jane in a plane“ forderten Fritz Resech geradezu heraus, eine Soloeinlage zu starten und musikalisch zu fliegen. Liebevoll, aber auch heftig, bearbeitete Rudi Trinkaus sein Schlagzeug und bekam von der begeisterten Zuhörerschaft den verdienten Szenenapplaus. Höhepunkt war zweifellos die musikalische Hommage an das schwäbische Leibgericht – Linsen mit Spätzle - nach der Melodie „Bel ami“. „Wir müssen nun langsam Schluss machen, denn länger als eine Schulstunde können wir nicht spielen“, so Werner Philipp. Die Zuhörer bedankten sich bei den swingenden Lehrern für die musikalische Unterrichtsstunde mit herzlichem Beifall.

Dr. Paul-Anton Grathwohl

Jugend musiziert

Junge Talente der Städtischen Musikschule spielten makellose Streicherklänge bei der Reihe „Kultur im Klinikum“ in der Kapelle des Klinikums am Gesundbrunnen. In würdiger Atmosphäre gaben sich Christian Böh, Kontrabass, Louise Engel, Violoncello und Ansgar Schwarzer, Violine, bei einer Generalprobe zum Landeswettbewerb 2010 Kostproben ihrer leidenschaftlichen Spielfreude. Hingabevoll spielte Christian Böh seinen Kontrabass. Selten als Soloinstrument gespielt wirkten seine makellose Technik und seine innere Ruhe beeindruckend auf die Zuhörer. Die große Gestaltungskraft des Kontrabass zeigte sich im Einklang mit der Klavierbegleitung von Jurij Hoerdt besonders bei „Der Clown tritt auf, Andante“ von Hermann Regner. Alle Schattierungen von Tonfolgen und weiche Harmonien zauberte Louise Engel mit ihrem Violoncello bei  „Movimenti caratterisici Improvisation für Cello solo“ von Udo Zimmermann in den Kapellenraum. Feurig, temperamentvoll mit Tempowechsel, im Wettstreit mit der Klavierbegleitung zeigte die Cellistin bei der „Ungarische Rhapsodie op. 68“ von David Popper taktvolle Interpretation. Seine geigerische Souveränität interpretierte Ansgar Schwarzer mit großem Elan bei „Air varié op.1, Thema und Variationen“ von Charles de Bériot. Sanfte Melodienfolgen wechselten mit rhythmischen, einfachen Tonfolgen im musikalischen Ausblick. Als kleines Dankeschön überreichte Roswitha Löffler den jungen Teilnehmern für die gelungene Generalprobe einen Glückskäfer aus Marzipan verbunden mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Teilnahme beim Landeswettbewerb.

Dr. Paul-Anton Grathwohl

Operette im Klinikum

„Heute macht die Welt Sonntag für mich“ - mit dieser erwartungsvollen Ankündigung gestaltete bei „Kultur im Klinikum“ das hervorragend eingespielte Duo Heike Pohl-Kudicke, Sopran, und Dora Kalikhman, Pianistin, einen heiteren Operettenabend in der Personalcafeteria am Gesundbrunnen. Start des musikalischen Feuerwerks war Berlin.  „Schlösser, die im Monde liegen“ von Paul Linke und „Kaiser meiner Seele“ von Robert Stolz waren für die angenehme, ausgewogene Stimme der Heilbronner Sängerin der richtige Einstieg, um die aufmerksamen Zuhörer für sich zu gewinnen. Ihr ergreifender Gesang erweckte mit dem „Donauwalzer“ von Johann Baptist Strauß und mit „Im Prater blühen wieder die Bäume“ von Robert Stolz die große Sehnsucht nach dem kommenden Frühling in Wien. Ziel der kurzweiligen Reise war der Wolfgangsee. Hier angekommen sang die gewinnende Sopranistin „Im weißen Rössl“ von Ralph Benatzky, wobei sie erfrischend unverkrampft durch die Besucherreihen tanzte. Literarische Einwürfe von Johann Wolfgang von Goethe, „Gefunden“, „Sehnsucht nach dem Frühling“ von Hoffmann von Fallersleben und Soloeinlagen von Dora Kalikhman rundeten die abwechslungsreiche Auszeit vom grauen Alltag ab. Die Hörer erkannten die herausragende Qualität der Künstler und so kam es zu Recht am Ende noch zu der Zugabe „Im Casino“ von Robert Stolz.

Dr. Paul-Anton Grathwohl

Heilbronner Mundartkabarett "U.f.u.g."

Heilbronner Mundartkabarett "U.f.u.g."

Schwäbisches Kabarett? In Heilbronn gibt es hierfür nur eine Abkürzung „U.f.u.g.“. Schon  die Einführung in das XII. Programm „Wo däde m´r nokomme?“, bei „Kultur im Klinikum“ in der Personalcafeteria am Gesundbrunnen, spiegelte die Selbstironie von Albrecht Wahl wieder, als er mit der Erklärung des Namens der Kabarettgruppe seine Schwierigkeiten spielte. Zusammen mit Conny Conz und Erhard Geiger wurden hintersinnige, witzige und authentische Szenen aus dem gewöhnlichen Alltagsleben auf die Bühne gezaubert. Die Liebe zur schwäbischen Mundart, die erfrischende Spielfreude und die ungebrochene Begabung Mitmenschen in allen Lebenslagen zu beobachten, garantierten für alle Besucher einen hohen Wiedererkennungswert. Geschickt überbrückte die „Göpfert´s Helga“ aus Prevorst mit Ihren Lebensweisheiten die einzelnen Sketsche. „S Gardeheisle“ mit dem hilfsbereiten Nachbarn beim Viertele schlotzen nicht aber beim Dachausbessern, „Eman-zibation“, die Frau, die hartnäckig darauf besteht die Zeche zu bezahlen, dann aber feststellen muss, dass das Geld nicht reicht oder „Shoppen“ in einem männerfreien Kaufhaus, oder es sollte wenigstens möglich sein, diese Störenfriede gleich an der Kasse abgeben zu können und nicht zuletzt die Szene in einem Hamburger Taxi “Was hot'r g'sagt“, spielten die Kabarettisten so, wie's alltäglich bei allen zu geht. Für die Sketsche mit viel Spaß, feiner Ironie und charmant, versteckter Boshaftigkeit vorgetragen, bedankten sich die Zuhörer mit lang anhaltendem Beifall. (PAG)