Rückblick - Kultur im Klinikum

Adventliches Kammerkonzert und Lesung

Heilbronn: SLK-Klinikum am Gesundbrunnen - Neckargartach | Tradition in der Adventszeit ist im Rahmen der Reihe Kultur im Klinikum der Besuch der Städtischen Musikschule. Auch in diesem Jahr verwandelte ein kleines, auserlesenes Ensemble unter der Leitung von Musiklehrerin Marion Potyka zur weihnachtlichen Vorfreude der Besucher und Patienten den Franziska-Schwarz-Hörsaal des Klinikum am Gesundbrunnen.
Kleine und größere Instrumentalisten zeigten mit Eifer einen Querschnitt ihres Könnens. Das anspruchsvolle Programm reichte von der „Pastorale“ aus dem Concerto grosso von Arcangelo Corelli über das „Adagio-Andantino“ aus Nocturne von Louis-Emmanuel Jadin bis zum „Presto“ aus der Sonate e-Moll Nr. 53 von Joseph Haydn. Das feierliche Konzert wurde abgerundet mit der „Rhapsodie“ von Marcel Grandjany.
Eingebettet in diesen musikalischen Ohrenschmaus wurden Texte, passend zur Weihnachtszeit. Diakon Dr. Markus Schwer las unter anderem „Das Verschwinden der Vorfreude“ von Till Raether und zeigte damit, dass es sich auch heute noch lohnt, auf etwas warten zu können.
Peter Hawighorst, Initiator des Arbeitskreises Kultur im Klinikum, bedankte sich bei allen Mitwirkenden und überreichte einen süßen Gruß.
Zum Abschluss des Abends stimmten dann alle Musiker gemeinsam das Lied „O du fröhliche“ an und luden die Besucher zum gemeinsamen Singen ein.

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Der Franziska-Schwarz-Hörsaal des SLK Klinikums am Gesundbrunnen war gut besucht.
 

Die Soulstimme der Region: Tansy Davis mit Keyboarder Jochen Gärtner

Tansy Davis - die Soulstimme der Region. (Foto: Tansy Davis)

Diese ausdrucksstarke Stimme erklang im Hörsaal des SLK-Klinikums am Gesundbrunnen bei der Reihe Kultur im Klinikum.
Tansy Davis entdeckte schon als Kind ihre Liebe zur Soul- und Funkmusik, später führten Neugierde und Experimentierfreude sie auch zum Jazz, Rock und Pop. Mit ihrem musikalischen Repertoire ist sie längst über Heilbronn hinaus als gefragte Solistin mit unverkennbarer Stimme bekannt geworden.
Begleitet wurde Tansy Davis an diesem Abend von Jochen Gärtner, dem bekanntesten Pianisten und Keyborder der Region. Dabei waren von Anfang an deutlich die Spielfreude und Harmonie zwischen beiden Künstlern zu spüren
Der Abend stand unter dem Thema Liebe. Dabei wurden die Bedeutung und die verschiedenen Facetten der Liebe besungen. Das Repertoire reichte von „Why“ von Michael Jackson über „I’ll be watching you“ von Sting sowie „Juice“ von Lizzo bis Kiss „I was made für loving you“. Als Zugabe wurde das Programm mit einer Eigenkomposition der Künstlerin abgerundet.
Tansy Davis gelang es, das Publikum durch ihr ungezwungenes Auftreten in ihren Bann zu ziehen. Dabei spannte sie den musikalischen Bogen zwischen den Genres und legte dabei ihr gewaltiges Stimmvolumen in die Waagschale.

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Ich bin etwas schief ins Leben gebaut

Heilbronn: SLK-Klinikum am Gesundbrunnen, Franziska-Schwarz-Hörsaal - Neckargartach | Unter diesem Titel stand der Vortrag des Literaturwissenschaftlers und Leiters des im Aufbau befindlichen Literaturhauses Heilbronn, Dr. Anton Philipp Knittel, über das Leben und Werk von Joachim Ringelnatz bei der Veranstaltungsreihe Kultur im Klinikum.
Über Joachim Ringelnatz, der 1883 im sächsischen Wurzen als Hans Böttiger in einem künstlerischen Elternhaus geboren wurde zu reden ist nicht einfach, angesichts seines umfassenden Werkes. Er verfasste Gedichte, Romane, Bühnenstücke und Novellen unter verschiedenen Pseudonymen und er war viel mehr als der Verfasser skurriler Verse, die auch heute noch vielen bekannt sein dürften („Wenn ich in die Stube speie“, „Ameisen“, „Bumerang“ und „Die Lieder vom Seemann Kuttel Daddeldu“).
Er war ein Dichter mit Sprachwitz, der genau hin hörte und schaute. Seine Kindergedichte haben es in sich und regen zum Schmunzeln an und mit seinen Turngedichten eroberte er das Kabarett. Als Hausdichter des Münchner Bohéme-Lokals „Simplicissimus“ schrieb Ringelnatz rund 20 Bücher. Seine Doppelbegabung zeigte er in den 1920er Jahren, als er neben seinem literarischen Werk auch eine größere Anzahl von Bildern schuf.
Die Präsentation des Ringelnatz-Lebenslaufes wurde aufgelockert durch die Heilbronner Regisseurin und Autorin Helga Fleig. Sie rezitierte Ringelnatz-Gedichte. Mit Hilfe von Mimik und Stimme fesselte sie das Publikum, das sich für diesen interessanten und besonderen Abend mit herzlichem Applaus bedankte.

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Heilbronner Leibgerücht

Das 2017 gegründete fünfköpfige Heilbronner Kabarett-Ensemble servierte im Rahmen der Veranstaltung Kultur im Klinikum ein kurzweiliges Mehr-Gänge-Menü aus garantiert regionalem Anbau, das sich die Besucher im Franziska-Schwarz-Hörsaal der SLK-Kliniken schmecken ließen.
Dabei kamen Sketche und Lieder aus dem Vorjahres- und, als Appetithappen, dem neuen Programm zur Aufführung. Dem Publikum wurde dabei augenzwinkernd vorgeführt, wie die Heilbronner ticken.
Im „Sprachkurs" über Heilbronner Dialektik, wurden den „Neuheilbronnern“  zum Beispiel die Bedeutung der Ausdrücke „ebbes“ und „ha noi“ erklärt. Das Angebot in der Heilbronner Innenstadt wurde beleuchtet und aufgezeigt, wohin Heilbronn kulinarisch geht. Dabei wurde auch ein Rezept für die schwäbische Maultasche verraten, die wohl irgendwie aus irgendwas hergestellt wird.
Interessant war auch die Schilderung aus dem Leben einer Taxifahrerin, die sich während der Fahrt Gedanken zum hiesigen Krankenhaus gemacht hat und auch gleich Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Abläufe parat hatte.
Darf man über Heilbronn lachen? Man darf nicht nur, man muss sogar! Dies war das Fazit, dass das zahlreich erschienene Publikum mit einem herzlichen Applaus quittierte.

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Kabarettgruppe Heilbronner Leibgerücht
Heilbronner Leibgerücht (Foto: Kabarettgruppe "Heilbronner Leibgerücht")
Kabarettgruppe Heilbronner Leibgerücht
Das Kabarett-Esemble mit dem Begrüßungslied

Stummfilmkomödie "Dr. Jack" (USA 1922) mit Livemusik von Andreas Benz

Unter diesem Titel stand die 1.Veranstaltung im zweiten Halbjahresprogramm von Kultur im Klinikum.
Erzählt wird die Geschichte zweier Menschen, die am Schluss zueinander finden.
Eine kränkliche junge Dame aus gutem Hause wird vom Vater und Hausarzt von jeglicher Aufregung ferngehalten und ans Bett gefesselt.
Der gutgelaunte Landarzt Dr. Jack, der durch seine besondere Therapie „Hilfe zur Selbsthilfe“ zum örtlichen Liebling geworden ist und für jedes Wehwehchen Abhilfe weiß, trifft auf das kranke Mädchen, entlarvt den Hausarzt als Scharlatan und verordnet ihr eine „Aufregungs-Kur“, die sie so richtig aufblühen und das Elternhaus im Chaos versinken lässt.
Der Stummfilmklassiker aus dem Jahre 1922 mit der Filmmusik von Robert Israel wurde von Andreas Benz am Klavier eindrucksvoll präsentiert.
Herr Benz dürfte den meisten Zuhörern bekannt sein als Musiklehrer am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium oder als Kirchenmusiker an der Heilbronner Kilianskirche, der auch in verschiedenen Orchesterformationen zu hören ist.
Die begeisterte Zuhörerschaft der gut besuchten Veranstaltung dankte mit einem herzlichen Applaus für die musikalische Umrahmung und für einen besonderen Abend.

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Das Poster der Stummfilmkomödie "Dr. Jack" (USA 1922) (Foto: Andreas Benz)
Musiker Andreas Benz (Foto: Andreas Benz)

Chefärzte musizieren

Im Rahmen einer Kultur-im-Klinikum-Veranstaltung unter dem Motto „Chefärzte musizieren“ wurde die ehemalige Heilbonner Stadträtin Roswitha Löffler am 23. Juli aus ihrem Ehrenamt bei SLK verabschiedet. SLK-Geschäftsführer Dr. Thomas Jendges würdigte in seiner Dankesrede ihr Engagement: „Sie hatten eine Idee, Sie haben diese umgesetzt und wahrlich mit Leben erfüllt.“ Rund 230 Veranstaltungen haben unter Löfflers Regie stattgefunden – jede mit ihrer ganz eigenen Note. Löffler blickt mit „großer Dankbarkeit“ auf die „KiK-Zeit“ zurück und beschreibt ihr damaliges Ziel so: „Mir schwebte vor, durch ein abwechslungsreiches Kulturprogramm menschliche Wärme und Geborgenheit ins Klinikum zu bringen - auch der Humor sollte nicht zu kurz kommen.“ Verabschiedet wurden in diesem Rahmen auch Prof. Hans-Joachim Rumpelt, „Vater“ der Ausstellungen „Galerie im Klinikum“ sowie Dr. Andreas Pfeiffer und Dorothea Braun-Ribbat, die im Hintergrund des Arbeitskreises KiK unterstützend tätig waren, verabschiedet.
Prof. Egbert Hagmüller leitete den musikalischen Abend am Tenorsaxophon jazzig beschwingt ein, am Klavier begleitet von dem bekannten Musiker Jörg Linke. Nachdem das Bläserquintett um Prof. Lutz Hesse und Prof. Peter Ruef dem Abend die etwas ruhigere Note verliehen hatte, fand er im Innenhof bei der Personalcafeteria einen rockigen Ausklang. Prof. Jens Rassweiler begleitet mit seine „Uroband“ den Sektempfang. „Es hat mich immer am meisten gefreut, wenn ich am Ende einer Veranstaltung in die zufriedenen Gesichter der Besucher blicken konnte – es war mein ganz persönlicher Antrieb, dies immer wieder aufs Neue zu erreichen“, so Löffler.

Kultur im Klinikum ist zukünftig eine Kooperation mit der Volkshochschule und dem Schul-, Kultur- und Sportamt der Stadt Heilbronn. Das Programm für die zweite Jahreshälfte 2019 ist hier zu finden.

Dr. Thomas Jendges, Roswitha Löffler, Dorothea Braun-Ribbat, Dr. Andreas Pfeiffer, Prof. Hans-Joachim Rumpelt

Schwäbischer Blues mit Ignaz Netzer

Wer nach einem anstrengenden Tag - ob als Patient oder bei der Arbeit - den Weg in den Franziska-Schwarz-Hörsaal des Klinikums am Gesundbrunnen fand, trat ein Stück weit beschwingter den Nachhauseweg an.

Verantwortlich dafür war ein Mann mit zwei Gitarren und einer Mundharmonika: Ignaz Netzer. Der 62-jährige Blues-Spezialist aus dem Hohenloher Land verstand es von der ersten Minute an eine ganz spezielle Atmosphäre zu erzeugen, die durch den Abend trug.

Good vibrations
Der Gitarrenkünstler nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise zu den Wurzeln der Blues-Musik, die in den US-amerikanischen Südstaaten liegen. Los ging's mit "Good Morning Blues", was Netzer humorvoll und spontan in ein "Good evening SLK-Klinik" umwandelt . "Es ist wichtig, alle anwesenden Frauen hinter sich zu bringen, deshalb kommt jetzt eine Ballade " leitete der Liedermacher sein zweites Stück ein.

Ultimativer "Mitmachteil"
Richtig umtriebig wurde es dann, als Netzer motivierend zum Mitsingen und Mitschnippen aufforderte: "Denen, die hier die nächsten Tage wohnen müssen, tut es gut  und den anderen schadet es sicher auch nicht", lieferte er die überzeugende Begründung gleich hinterher. Die Gäste ließen sich nicht zweimal auffordern und verwandelten den gut gefüllten Hörsaal in ein "Gute-Laune-Zentrum".

(MB)

Ignaz Netzer bei seinem Auftritt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kultur im Klinikum"
Begann den Abend beschwingt mit "Good morning Blues" - Ignaz Netzer bei seinem Auftritt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kultur im Klinikum" am Klinikum Gesundbrunnen, Heilbronn.

Blechbläserensemble „Brasst scho…“

Einen Kontrast zum Schmuddelwetter draußen bot die schwungvolle Tonvielfalt im Franziska-Schwarz-Hörsaal bei Kultur im Klinikum.

Das Ensemble „Brasst scho…“ entstand durch die Idee von acht engagierten Musikern aus dem Heilbronner Raum, die auch außerhalb der symphonischen Orchester- und Musikvereinstätigkeit gemeinsam musizieren wollen.

Sieben Bläser (Trompete, Posaune, Tuba, Horn) und ein Schlagzeuger zeigten unter der Leitung von Daniel Kraus einen Querschnitt aus ihrem Repertoire von symphonischer und „weltlicher“ Musik und bedienten dabei verschiedene Musikstile.

Zu Beginn hörte das Publikum eine Sonata in drei Teilen von Antonio Vivaldi, anschließend eine zarte Ballade von John Legend „All of Me“.

Ein Höhepunkt war sicher auch das zeitlose Filmmusik-Medley „Moment for Morricone“, das die Zuhörer in die Atmosphäre vom Wilden Westen entführte.

Über Mambo und Blues erklang zum Abschluss das allseits bekannte „Nessun dorma – keiner schlafe“ aus der Puccini-Oper „Turandot“.

Das begeisterte Publikum forderte mit seinem Applaus natürlich noch eine Zugabe.
Eine kleine Anmerkung für diejenigen, die die Musiker gerne nochmals hören möchten: Gelegenheit gibt es im September auf der BUGA.

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Blechbläserensemble „Brasst scho…“
Blechbläserensemble „Brasst scho…“

Slavica räumt auf!

Ein humoristisch-temperamentvolles Kehr-ein- und Kehr-aus-Programm konnten die Besucher am 26. März 2019 bei der monatlichen Veranstaltung im Rahmen von Kultur im Klinikum erleben.

Slavica, eine Putzfrau mit slawischem Ursprung und schwäbischem Putzfrauendiplom, erzählte anschaulich und wortreich von ihrer internationalen Putzkarriere, denn die Putzpraktiken der Länder sind sehr unterschiedlich. Als ausgewiesene Staubexpertin wird sie dabei nicht nur von ihrem freundlichen Besen (mit dem sie fast schon verheiratet ist), sondern auch vom ihrem Akkordeon unterstützt. Sie singt leidenschaftlich gern beim Putzen, zum Beispiel ihr „Glücklichkeitslied“.

Ihre Anekdoten und Lieder sind durchaus deutsch, aber mit ganz viel Balkan. Sie putzt nicht nur öffentlich, sondern sehr gern auch ehrenamtlich privat. Das Putzen ist für Slavica pure Lebensfreude und gleichzeitig Meditation! Sie erzählte von ihrer ersten Arbeitsstelle bei einer Bank, über die Schönheit der Männer und weihte uns in das Geheimnis ihres goldenen Eimers ein.

Anzumerken wäre noch, das Slavica auch bei den Klinikclowns als Peppi den kleinen Patienten der Kinderklinik einen Moment lang die Sorgen und Schmerzen vergessen lässt.

Slavica bei der Aufführung

Galerie im Klinikum – Finissage „Horizonte II“

Die Galerie im Klinikum am Gesundbrunnen besteht nunmehr bereits seit 17 Jahren. Es begann mit der Vernissage „Horizonte I“. Jährlich zweimal werden Ausstellungen von bildender Kunst gezeigt. Arbeiten von und für Patienten, Klinikmitarbeiter und Besucher, jeweils kuratiert von Prof. HJ Rumpelt, ehemaliger Direktor des Institutes für Pathologie.

Bei der Finissage am 15.03.2019 zur laufenden Ausstellung „Horizonte II“ erklärte Prof. Rumpelt seine ehrenamtliche Tätigkeit für die Galerie zu beenden. Roswitha Löffler, Leiterin Kultur im Klinikum, dankte im Namen der Geschäftsführung für die zahlreichen Ausstellungen in Öl, Acryl, Kreide, Aquarell, Computergrafik, Collage sowie Fotokunst. Die Ausstellung „Horizonte II“ zeigt ausschließlich Fotografien, die von Prof. Rumpelt selbst aufgenommen wurden.

Die 150 x 50 cm großen Bilder sind in enger Folge wie auf Linie gezogen, längs des Ausstellungsflures gehängt und symbolisieren so gemeinsam eine Horizontlinie. Jedes Bild für sich zeigt Horizontabschnitte: teils über Land, teils über dem Meer. Während die Szenerie bis zum Horizont frei sichtbar ist, bleibt das hinter dem Horizont Gelegene zunächst verborgen. Übertragen auf die Situation des Klinikums mit seinem umfänglichen Neubau sollen die Bilder darauf hinweisen, dass die Galerie dem Klinikum, ihren Patienten und ihrem Personal eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung wünscht.
Die ausgestellten Bilder werden nach Auflösung der Ausstellung auf Dauer im Klinikum verbleiben.

Besucher auf der Vernissage

Heimat ist immer das Verlorene

Unter diesem Titel stand der Vortrag des Literaturwissenschaftlers Dr. Anton Philipp Knittel über das Werk Martin Walsers im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kultur im Klinikum.

Über Martin Walser zu reden ist nicht einfach, angesichts seiner umfassenden und vielfach preisgekrönten Werke mit Romanen, Theaterstücken, Hörspielen, Tagebüchern und Gedichten. Martin Walser, 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren, hat es sich und seinen Lesern und Zuhörern als Schriftsteller, wie auch als kritischer Zeitgenosse, nie leichtgemacht. So auch beim Themenkreis Heimat und Herkunft. Der letzte Großschriftsteller seiner Art, setzt sich schon seit mehr als 60 Jahren immer wieder mit diesem Thema auseinander. Dabei sind seine Figuren vielfach regional verortet, meist in Oberschwaben und am Bodensee, auch werden dabei herrliche Landschaftsbilder gezeichnet.

Wie viel Heimat braucht der Mensch? Antworten gab es dazu u. a. in den von Dr. Knittel vorgestellten Bänden „Heimatlob“ (eine Liebeserklärung an die Bodenseeregion und seine Bewohner), „Heimatkunde - Reden und Aufsätze“ (Sprache und Dialekt, Heimatgefühle) und „Ein springender Brunnen“ (autobiografische Kindheits- und Jugenderinnerungen).
Die interessante Veranstaltung wurde vom Fleiner Organisten Tassilo Wichelhaus mit eingängiger Klaviermusik umrahmt.

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Dr. Anton Philipp Knittel über das Werk Martin Walsers