Ernährungsmedizin

Für Krebspatienten ist die ernährungsmedizinische Versorgung von enormer Bedeutung und kann gar die Überlebenschancen beeinflussen. Gemeinsam mit der Deutschen Stiftung gegen Mangelernährung wurde bei den SLK-Kliniken als erste Klinik in Deutschland am Klinikum am Gesundbrunnen in Heilbronn die ernährungsmedizinische Versorgung für Tumorpatienten in Anlehnung an das „Optimierte Münsteraner Modell“ weiterentwickelt.

Das „Münsteraner Model“ sieht vor, den Ernährungszustand aller Patienten strukturiert zu erfassen und individuelle ernährungsmedizinische Therapiemaßnahmen abzuleiten. Zuständig für diese Aufgabe bei den SLK-Kliniken ist die Diplom-Oecotrophologin Marie-Luise Többens.

Gemeinsam mit den Diätassistenten, Ärzten und der Brückenpflege arbeiten die Ernährungsmediziner an einer optimalen Betreuung. Auch die hausinterne Apotheke ist bei der individuellen Therapieplanung der künstlichen Ernährung, sollte diese notwendig sein, stark eingebunden.  

Mehr als die Hälfte der Tumorpatienten weist bereits vor Diagnosestellung einen Gewichtsverlust auf. Studien zeigen, dass eine Mangelernährung ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für einen ungünstigen Krankheitsverlauf ist. Das Immunsystem wird geschwächt, die Patienten vertragen die belastende Chemotherapie schlechter und müssen teilweise sogar die Therapie abbrechen. Es wird geschätzt, dass bis zu 25 Prozent der Tumorpatienten nicht an ihrer Krebserkrankung, sondern an den Folgen ihrer körperlichen Auszehrung versterben.

Daher ist die Ernährungsmedizin integraler Bestandteil der Behandlung bei den SLK-Kliniken.

Die Kosten für ein solches Angebot werden nicht von den Krankenkassen erstattet. Aus diesem Grund trägt die Deutsche Stiftung gegen Mangelernährung die Kosten für Aufbau und Betrieb der Einrichtung am Heilbronner SLK-Klinikum.