Freude und sinnvolle Beschäftigung sind für das Gesundwerden genauso wichtig wie die medizinische Behandlung. Fünf Erzieherinnen in Teilzeitbeschäftigung und eine Vorpraktikantin versuchen, dies in der Kinderklinik zu vermitteln. Neben Angeboten wie Spielen, Basteln und Lesen sind sie in dieser schwierigen Zeit des Krankseins einfach für die Kinder und Jugendlichen da, hören ihnen zu, reden mit ihnen und trösten sie. Sie haben Zeit für die kleinen und großen Nöte ihrer Patienten – von den Krabbelkindern bis zu den 18-Jährigen. Und manchmal auch für deren Eltern und Angehörige.
Für Spiel und Spaß in der Kinderklinik sind die Erzieherinnen zuständig und stärken damit die Psyche der kleinen Patienten.
Täglich von 8:00 - 11:00 Uhr am Vormittag und von 14:00 - 16:00 Uhr am Nachmittag betreuen hier im Spielraum eine Erzieherin und eine Vorpraktikantin kleine und größere Patienten.
Die kleinen Patienten sind gerne im Spielzimmer. Alle denen es soweit wieder gut geht, dass sie aufstehen können, finden ihren Weg in die bunte "Ecke“: Kindergartenähnlich gestaltet mit Bau- und Puppenecke, Lesesofa, Kasperltheater, Spielen und mehr, schafft dieser Raum für die Jüngeren einen Rahmen außerhalb der Station zum Wohlfühlen und löst auf diese Weise Ängste, die in der fremden Umgebung ganz natürlich sind.
Und auch die Größeren finden hier ein Refugium: Neben dem eigentlichen Spielzimmer ist ein Raum für die Jugendlichen eingerichtet. Altersgerechte Bücher verführen zum Schmökern, im gemütlichen Sessel lässt sich ganz entspannt Musik hören. Und für die PC-Fans unter den jungen Patienten wurde vor kurzem eine Computerecke eingerichtet.
Auch sportliche und künstlerische Aktivitäten sind in bestimmten Grenzen möglich: Auf dem Flur vor dem Spielzimmerbereich ist eine Tischtennisplatte und ein Tischfußball-Spiel aufgebaut. Im Ergotherapieraum haben gerade die kleineren Patienten die Möglichkeit sich auszutoben: Tellerschaukel, grosses Schaukelbrett, Hängematte, Bälle, Reifen, Ringe und vieles mehr laden zum Spielen ein. Die Kinder machen von diesem Angebot gerne Gebrauch. Im Werkraum können die Kinder und Jugendlichen mit Holz, Gips, Ton und anderen Materialien arbeiten. So manches Kunstwerk ist hier entstanden.
Und was ist mit den jungen Patienten, die Bettruhe haben oder aus medizinischen Gründen ihre Station nicht verlassen dürfen? Selbstverständlich kümmert sich das Erzieherinnen-Team um alle. Auf der Station C 62, auch "Villa Kunterbunt“ genannt, sind alle Krankheitsbilder "kunterbunt“ vertreten. Manche Kinder sind an eine Infusion angeschlossen. Da findet die Betreuung eben am Bett statt. Tischspiele werden zu Bettspielen umfunktioniert und Vorlesen geht auch ganz einfach am Bett.
Auf den Stationen C 61 und C 71, den Infektstationen, liegen Kinder mit ansteckenden Krankheiten. Mit diesen Kindern bleiben die Erzieherinnen in den Patientenzimmern. Die Betreuung auf diesen Stationen findet nach Bedarf statt.