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Der Anaesthesist als Intensivmediziner

Intensivstation Behandlung Anästhesie
Intesivstation des Klinikum am Gesundbrunnen

Am 16. Oktober 1846 gab William Thomas Green Morton die erste Äthernarkose am Massachusetts General Hospital in Boston/USA. Dieses Datum markiert die Geburtsstunde der modernen Anaesthesie. In den vergangenen 150 Jahren hat der Tätigkeitsbereich des Anaesthesisten ganz erheblich zugenommen. Es ist heute vor allem die Intensivmedizin, die den Narkosearzt – neben seiner Tätigkeit im Operationssaal – in Anspruch nimmt. Die Namensänderung von "Anaesthesieabteilung" in "Klinik für Anaesthesie und Operative Intensivmedizin" beim Dienstantritt von Herrn Professor Dr. med. Uwe Schulte-Sasse im Jahre 1987 zeigt an, dass diese Entwicklung auch in Heilbronn stattgefunden hat. Neben der Intensivstation der Medizinischen Kliniken gibt es am Klinikum am Gesundbrunnen eine weitere Einheit, auf der Schwerstkranke versorgt werden – die Operative Intensivstation, diese steht unter der Leitung des Anaesthesie-Chefarztes.

Unter operativer Intensivmedizin versteht man die Spezialbehandlung von Patienten nach umfangreichen Operationen, von Frischoperierten mit komplizierenden Begleiterkrankungen, von Schwerverletzten, von Patienten mit Verbrennungen sowie von Patienten, bei denen nach einer Operation Komplikationen aufgetreten oder solche zu befürchten sind. Auf der 14 Betten-Intensivstation (zuständiger Arzt: Ltd. Oberärztin Frau Dr. Ingrid Schmücker) werden Patienten aus allen operativen Fachabteilungen behandelt, rund um die Uhr, an 7 Tagen in der Woche sorgen Narkoseärzte zusammen mit Krankenschwestern, die sich in der Intensivmedizin besonders qualifiziert haben, für Patienten, bei denen eine lebensbedrohende Beeinträchtigung der Funktionen von Gehirn, Kreislauf, Atmung, Nieren, Leber, Infektabwehr oder Gerinnungssystem besteht oder droht.