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50 Jahre Klinik Löwenstein: Zufriedener Blick zurück

Vom Sanatorium für Tuberkulosekranke zur modernen Hochleistungsklinik: Die Redner blickten beim Festakt zum 50. Geburtstag der Lungenfachklinik Löwenstein am Freitag, 23. Juli, auf die bewegte Vergangenheit des Hauses zurück, das am 8. Juli 1960 eingeweiht wurde.  

Helmut Himmelsbach sprach in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender von SLK-Kliniken Heilbronn GmbH und RGHF (Regionale Gesundheitsholding Heilbronn-Franken) von der Klinik Löwenstein als „Schmuckkästchen, das gut ins Portfolio der RGHF passt“. Das Haus in seiner heutigen Ausprägung mit 226 Betten in vier Abteilungen sei „das Lebenswerk von Dieter Bopp“.

Gesundheits-Staatssekretär Dieter Hillebrand zeichnete die „bewegte Vergangenheit“ der Einrichtung nach, die sich „vom Sanatorium hin zur modernen Hochleistungsklinik“ entwickelt habe. „Der Rückblick macht stolz und zufrieden“, lobte auch er die Leistungen der vergangenen 50 Jahre – und mahnte gleichzeitig: „Die Zukunft und die Gegenwart fordern unsere besondere Aufmerksamkeit.“

Von Partnern, die trotz eines Altersunterschieds von 723 Jahren hervorragend miteinander harmonieren, sprach Löwensteins Bürgermeister Klaus Schifferer und meinte damit das Städtchen in den Bergen, das sich mit seiner Klinik entwickelt hat – zum Beispiel im heutigen Wohngebiet Geißhölzle, wo auch die Klinik steht. Bis vor zehn Jahren seien dort noch Gemüse und Kartoffeln angebaut worden, erinnerte Klinikchef Dieter Bopp. Inzwischen sind dort schmucke Ein- und Mehrfamilienhäuser entstanden. Es gibt ein Pflegeheim, und die Klinik betreibt zusammen mit der Kommune einen Kindergarten.   

40 Pfennig habe der Quadratmeter Bauland 1960 gekostet. Bopp, der seit 1974 in der Klinik arbeitet, hatte allerhand Fakten von anno dazumal für die rund 250 Gäste im großen Festzelt zusammengetragen: Im Februar 1955 fiel der Beschluss, ein Sanatorium in den Löwensteiner Bergen zu bauen, 1957 war Baustart, am 8. Juli 1960 dann die Einweihung. Eine schwierige Phase brach Anfang der 1980er-Jahre für die frühere „Hustenburg“ an, nachdem es 1975 gelungen war, die Tuberkulose weitgehend zurückzudrängen. Doch die damals schon bestehenden Operationsmöglichkeiten bildeten die Grundlage für das Fortbestehen des Hauses,  das sich über die Jahre als anerkanntes Zentrum für Pneumologie, Thorax- und Gefäßchirurgie etabliert hat, und das in einem bundesweiten Vergleich auf Platz fünf rangiert. 355 Mitarbeiter arbeiten heute in der Klinik Löwenstein, dazu 415 Kräfte in der Service GmbH, die Dieter Bopp vor elf Jahren gegründet hat. Für die kommenden Jahre und Jahrzehnte griff der umtriebige Klinikchef einmal mehr auf seine Devise „Miteinander mehr erreichen“ zurück. Den Festvortrag bestritt der als Fernsehpfarrer bekannt gewordene Geistliche Jürgen Fliege.

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