
Liebe PJ-Studenten,
zu Ihrer Information über die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie des Klinikum Heilbronn, in der Ihr 8 Wochen des PJ verbringt, haben wir diese Information erstellt, um Ihnen am Anfang die Orientierung zu erleichtern und Ihnen die Klinik und deren Mitarbeiter kurz vorzustellen.
Meine Mitarbeiter und ich wünschen uns, daß Sie während Ihres Aufenthaltes in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie viel sehen, lernen und fachlich geboten bekommt und daß Sie sich in unserem Team wohlfühlen werden.
Die UCH hat eine Kapazität von 91 Betten, die sich auf 4 Stationen verteilen:
Versorgungsbereiche:
Das Ärzteteam der UCH-Notaufnahme ist auch fachgebietsbezogen zuständig für die Versorgung der unfallchirurgischen Patienten auf der unter organisatorischer Leitung der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin geführten operativen Intensivstation (OPI).
Für die unfallchirurgisch aufgenommenen Kinder auf der chirurgischen Kinderstation C 61, die unter der Leitung der Klinik für Allgemein- und Kinderchirurgie (ACH - Chirurgie II) steht, ist das UCH-Ärzteteam der Station G 61 verantwortlich.
Im chirurgischen Notaufnahmebereich werden die unfallchirurgischen Patienten überwiegend im Bereich der Untersuchungsräume 4 - 6 sowie im interdisziplinären Aufnahmeraum neben dem "Liegendeingang" behandelt. Des weiteren verfügt der Notaufnahmebereich über einen speziellen Wundversorgungs-, einen Schock-, einen Gips- und einen septischen Eingriffs-Raum.
Im OP-Bereich sind es die OP-Säle 4 und 5, die ausschließlich von der UCH genutzt werden. Der getrennt liegende septische OP wird bei Bedarf mitbenutzt. Mittwochs und Feitags operieren wir unsere ambulanten Patienten im AOZ (Gyn-Saal 3).
Die Mitarbeiter der Abteilung für Krankengymnastik und Physikalische Therapie (Leitung: Frau Lie) behandeln die unfallchirurgischen Patienten auf den Stationen und in ihrer Abteilung einschließlich Bewegungsbad.
Einige Hinweise zu den Örtlichkeiten:
Die Haupteingangshalle befindet sich auf der sogenannten Ebene 4. Hier liegen im Stationstrakt die vier unfallchirurgischen Stationen G 41, G 42, H 41 und G 61. Von hier aus gelangt man über den Verbindungsgang zwischen den Aufzügen um die Krankenwageneinfahrtshalle herum und an der linker Hand liegenden Medizinischen Notaufnahme (MNA) vorbei, rechts in den Bereich der Chirurgischen Notaufnahme. Es schließt sich nach links die Röntgenabteilung mit CT und MRT an. Auf der gleichen Ebene am Gang der Patientenwartebereiche/ Ambulanzflur liegt hinter dem chirurgischen Ambulanz-Wartebereich das UCH-Klinik-/Chefsekreteriat (Frau Körber).
Eine Etage höher, auf der sogenannten Ebene 5 finden Sie die Intensivstation (OPI) und rechts die Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin. Über einen weiteren Verbindungsgang rechts kurz vor der OPI gelangen Sie weiter zum chirurgischen OP-Trakt, der sich baulich über dem Notaufnahmebereich befindet. Der Fahrstuhl vor der OP-Schleuse ist Notfällen vorbehalten und verbindet den RTH-Dachlandeplatz mit dem OP-Bereich/Intensivstation (Ebene 5) und dem Schockraum/ Notaufnahmebereich/CT (Ebene 4).
Den PJ-Raum (Raum 3415) auf der Ebene 3 erreichen Sie über die Doppelfahrstühle bzw. die dazu parallelen Treppenhäuser zwischen Stations- und Funktionstrakt.
07:25 Röntgenbesprechung/Dienstbericht für die gesamte UCH
08:05 OP-Beginn (Schnitt)
14:45 CA-Besprechung und Patientenvorstellung
(OP für den nächsten Tag) - Raum 4508 - Ebene 4
15:15 anschließende Intensivstationsvisite
15:30 vierzehntägig Donnerstags nach Planaushang klinikinterne Fortbildung
nach räumlicher Absprache und Ankündigung
Montags von 09:15 Uhr bis 12:00 Uhr Chefarztvisite aller UCH - belegten Stationen und Patienten mit dem zuständigen Stations- und Oberarzt, - soweit der OP-Plan dies zuläßt. Ansonsten nach kurzfristiger Vereinbarung. Wünschenswert ist die Anwesenheit der Krankengymnasten und Studenten.
Die täglichen Stationsarztvisiten und die nach Möglichkeit mittwochs und freitags vorgesehenen Oberarztvisiten auf den Stationen werden unterschiedlich terminiert bzw. nach möglicher Terminplanung und Zeiteinteilung des OP-Programms kurzfristig festgelegt.
Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie führt bezüglich der ärztlichen Mitarbeiter ein sogenanntes Rotationsprinzip durch, wobei in regelmäßigem dreimonatigem Turnus die Aufgabenbereiche der einzelnen Mitarbeiter wechseln. Aufgaben- und Funktionsbereiche sind:
1. Stationsdienst und operative Tätigkeit
2. Unfallchirurgische Notaufnahme und Sprechstunde
3. Intensivpatienten- und Gipsraumbetreuung
Außerdem ist an bestimmten festgelegten Terminen des Monats der Notarztwagendienst von der UCH-Klinik zu besetzen.
Die einzelnen Bereichseinteilungen können dem täglich gegen 14:30 Uhr ausliegenden OP-Programm (in der Notaufnahme, Flur der Untersuchungszimmer 4-6 und auf den Stationen) sowie dem monatlich erstellten Bereitschaftsdienstplan (ebenfalls dort ausliegend) entnommen werden.
1. Einteilung
In der UCH gibt es folgende Bereiche, auf die Ihr Euch während der 8 Wochen in der UCH wechselnd verteilen sollt:
1. Stations- und OP-Tätigkeit
2. Bereich Notfallhilfe, stationäre Aufnahme und Sprechstunde
3. Intensivstation und Gipsraum
Die Verteilung bitten wir Euch, unter Euch selbst vorzunehmen und die Aufgaben Ihren Möglichkeiten entsprechend auszufüllen.
Der sogenannte PJ-Raum ist im Raum 3415, Ebene 3.
Ein Pieper (60-219) ist für den jeweiligen PJ-Ansprechpartner des Tages bereitgestellt. Dieser Pieper wird gegen Unterschrift an den PJ-Ansprechpartner dem jeweiligen Assistentensprecher ausgegeben und beim Wechsel der PJ-Studenten dort wieder abgegeben. Wir bitten um sorgsamen Umgang mit dem Gerät, bei Verlust ist aus Gründen des knappen Budgets keine Wiederbeschaffung möglich!
2. Aufgaben
Sie werdet als PJ-Studenten in den Klinikbetrieb integriert und habent daher auch bestimmte Aufgaben.
UCO-Besprechungen/Vorlesungen
Bezüglich der Klinikbesprechungstermine sei nochmals unter “Organisation” verwiesen. Besondere Termine für die PJ-Studenten sind die Vorlesungen der medizinischen Fachbereiche:
Mittwoch und Donnerstag ab 13:00 Uhr
Die UCO-Vorlesung findet am Donnerstag, 15:15 Uhr statt, außerdem versuchen wir, regelmäßige UCO-Seminare und Besprechungen (Dienstags, 14:00 Uhr, evtl Freitags, 13:00 Uhr) im Raum 4508 - Ebene 4 - über unfallchirurgische Themen mit Ihnen durchzuführen. Einige Themen haben wir unter dem Gliederungspunkt B: "PJ-Besprechungen" aufgeführt. Auch hier bitten wir um Eigeninitive, Vorschläge und Beteiligung sowie um Verständnis, wenn situationsbedingt (OP-Programm, Notfälle, Personalknappheit usw) die Seminarveranstaltung nicht stattfinden kann. Ansprechpartner für Sie ist der Leitende OA Herr Dr. Reiser.
Der Chirurgische Zentral-OP liegt auf der Ebene 5 über dem Notaufnahmetrakt. Der OP-Trakt selbst ist über die Personalschleusen (Damen- und Herrenschleuse) zu erreichen. In den Schleusen findet Ihr einen roten Trennstrich am Fußboden. Vor Überschreiten des Trennstriches ist die Kleidung bis auf die Leibwäsche abzulegen (Wertgegenstände, Schmuck, Geld usw. sollten nicht mitgenommen werden). Es folgt Waschen der Hände (hygienische Handsäuberung und 1. Handeinreiben mit Desinfektionslösung aus dem Spender) und jenseits des roten Strichs die Einkleidung mit der grünen Bereichswäsche (Hemd, Hose und Schuhe), Anlage der OP-Haube, wobei darauf zu achten ist, daß sämtliche Kopfhaare/Barthaare sicher unter der Haube versteckt werden, Anlage des Mundschutzes und vor Betreten des OP Flurs 2. Händedesinfektion mit Desinfektionsmittel im Spender neben der OP-Flureingangstür (Es finden stichprobenartige Abklatschhygienekontrollen und Überprüfungen der korrekten OP-Kleidung nach Betreten des OP-Flurs statt - achten Sie bitte immer auf das korrekte Umkleiden und die Hygienevorschriften).
Im OP-Bereich sollten unnötiges Sprechen und Herumlaufen vermieden werden. Vermeiden von hektischen Bewegungen. Nach Betreten des OP-Flurs sollte daher unverzüglich der jeweilige OP Saal (Saal 1-5) aufsucht werden. Achtet bitte mit darauf, dass im OP sämtliche Türen immer geschlossen sein sollen.
Der jeweilige OP-Saal wird durch die Waschraumtür betreten und wieder verlassen. Ein- und Ausleitungsraum sind den Patienten, dem Anästhesiepersonal und Lagerungsaufgaben vorbehalten.
Im OP-Saal selbst zählt räumlich das an der Fensterseite gelegene Drittel des Raums als steriler Bereich. Hier werden die Vorbereitungen der Instrumentiertische vor der Operation getroffen. Meidet diesen Bereich auf alle Fälle. Achtet immer darauf, mindestens einen Meter Abstand zu sterilen Bereichen vor allem den Instrumentiertischen, OP-Tischen und dem bereits steril eingekleideten Personal zu halten.
Sollten Sie auch nur vermeintlich Kontakt mit diesen Sterilzonen bekommen haben, sagen Sie dies unbedingt sofort von sich aus, auch wenn Sie sich nicht sicher sind. Es gibt keine “Bestrafung” – nur Versäumnisse zu Lasten des Patienten (Infektion mit schwerwiegendsten Folgen!).
Beim Einsatz oder zu erwartendem Einsatz von Röntgengeräten ist unbedingt im Waschraum vor Betreten des OP-Saals eine der dort hängenden Röntgenschürzen anzulegen. Vergewissert Euch bitte vor Betreten eines OP-Saals, ob der Röntgenschutz erforderlich ist.
Bei aktiver Teilnahme an einer Operation selbst ist zunächst die chirurgische Händedesinfektion erforderlich: Es wird fünf Minuten mit Seifenlösung eine mechanische Reinigung der Hände und Unterarme bis zu den Ellenbogen durchgeführt, wobei Fingernägel, 'Fingerknöchel' und Handinnenflächen zwei Minuten mit einer Handbürste gesäubert werden. Anschließend erfolgt mit sterilen Handtüchern das Abtrocknen, um zuletzt erneut fünf Minuten lang die Hände und Unterarme mit einer entsprechenden Desinfektionslösung (Spender) zu desinfizieren, die bis zum Eintrocknen eingerieben wird. Laßt Euch bitte die genaue Technik eingehend zeigen und erklären: Bei Unsicherheiten immer sofort nachfragen! Die letzte Portion Desinfektionsmittel wird ausschließlich in den Händen verrieben (nicht mehr Unterarme).
Beim sterilen Einkleiden ist Euch die instrumentierende OP-Schwester oder der instrumentierende OP-Pfleger behilflich. Zuerst wird der Kittel übergestreift und am Rücken verschlossen. Danach werden die Handschuhe übergestreift und zuletzt durch eine Drehung um sich selbst das sterile Rückenteil des Kittels geschlossen, das Sie mit den beiden Kittelbändern dann vor der Taille mittels einer Schleife selbst verknoten müssen. Auch hier lassen Sie sich bitte die Technik im Einzelnen erklären und zeigen.
Mit Beginn der chirurgischen Händedesinfektion ist darauf zu achten, dass Hände und Unterarme nicht wieder an der Bereichskleidung oder anderen Gegenständen unsteril gemacht werden. Es ist sinnvoll, die Arme bei leicht gebeugten Ellenbogen etwas abgespreizt vom Oberkörper mit gefalteten Händen etwa in Brusthöhe zu halten (damit keine “unsterilen Tropfen” vom Unterarm über die Hände laufen). Nach dem sterilen Einkleiden haltet die gefalteten Hände am besten vor dem Bauch oder legt sie, wenn Sie an den abgedeckten Tisch treten, auf die sterile OP-Abdeckung.
Haltet Euch bitte immer an die Anweisungen der Fachkräfte im OP und fragt unbedingt jederzeit nach, wenn Ihr Euch nicht sicher seid!
Beim Verlassen des OP's sind in der Ausschleuse Bereichskleidungssäcke, eine Wanne für die OP-Schuhe und ein Papierkorb für die abzulegenden OP-Hauben und den Mundschutz bereitgestellt. Sortiert bitte die benutzten Bereichskleidungsstücke in die vorgesehenen Behältnisse und vergesst nicht evtl. in den Kitteltaschen verstaute Schlüssel etc. vorher zu entfernen. Danach kommen Sie durch die Tür in den Umkleideraum zurück.
Fragt bitte immer nach, wie Ihr Euch zu verhalten haben, wenn Ihr Euch nicht wirklich sicher seid. Es wird Euch jeder bereitwillig Auskunft geben. Bedenkt immer, daß Fehler in der Durchführung der Hygienevorschriften des OP-Bereiches Patienten und das Ergebnis ihrer Operation gefährden. Die gesamte Hygiene und Sterilität eines Zentral-OP's ist nur so gut wie das schwächste Glied in der Kette derjenigen, die dort ein- und ausgehen und die korrekte Handhabung der Hygienevorschriften durch den einzelnen. Da Euch verständlicherweise jegliche Routine im Verhalten im OP-Bereich noch fehlt, solltet Ihr besonders gewissenhaft und sorgfältig auf ein korrektes Verhalten im OP achten.